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Ein Kasperletheater darf eigentlich in keiner Kindheit fehlen. Bereits ab ca. 3 Jahren eigenen sich das kleine Kasperletheater. Es handelt sich um ein kleines Theater (dieses kann auch selbst gebaut werden) und Figuren, die mit der Hand gespielt werden. Diese Figuren erleben Abenteuer und Geschichten.
Die Geschichte des Kasperletheaters
Das Wort Kasper, wird auch Kasperl ausgesprochen, kommt aus dem bayrischen. Der Kasper ist eine lustige, heldenhafte Figur, die als Handpuppe gespielt wird. Die Geschichte des Kasperletheaters beruht auf Erzählungen. Eine eindeutige Geschichte konnte bisher noch nicht definiert werden. Man vermutet, dass der Kasper auf den Hanswurst des Wiener-Volkstheaters bzw. auf den König Casper der Heiligen Drei Könige zurückgeht. Im 18. Jahrhundert wurde der Kasper in Deutschland bekannt.
Der Kasper wird daher als Ursprung und als Geschichte des Kasperletheaters bezeichnet. Er trägt meistens eine lange Zipfelmütze und ein Harlekin. Bewaffnet ist er mit einer Klatsche. Aufgrund des Stockes (der Klatsche) entstand das englische Wort slapstick. Diesem Wort hat der Kasper sein Grinsen zu verdanken. Das Kasperletheater gibt es überall auf der Welt. Allerdings heißt der Kasper dort nicht immer Kasper. Es gibt verschiedene Namen und Bezeichnung für die berühmteste Figur des Kasperletheaters.
Figuren des Kasperletheaters
Das Kasperletheater wird natürlich nicht nur von einer Figur gespielt. Ein Kasperletheater lebt von verschiedenen Charakteren. Zu den Figuren des Kasperletheaters zählen daher meisten noch ein Polizist, ein Krokodil, der Teufel oder auch der Tod. Meistens auch noch ein Seppel, eine Prinzessin, eine Hexe, ein Räuber oder eine Großmutter.
Mit diesen vielen verschiedenen Figuren und Charakteren kann das Kasperletheater viele verschiedene schöne, lustige, gruselige und unterhaltsame Geschichte erzählen.
Gestaltung der Figuren des Kasperletheaters
Die Figuren des Kasperletheaters sind einerseits schon nach einem bestimmten Schema gestaltet und andererseits ist der Fantasie freier Lauf gelassen. Auffällig sind bei den Figuren des Kasperletheaters meistens die Nasen und Augen. Diese Körperteile sind häufig besonders ausgeprägt und geben den Figuren ein besonders hohes Maß an Wiedererkennungswert.
Das heutige Kasperletheater
Beim Spiel mit dem Kasperletheater hat sich im Vergleich zu früher kaum etwas verändert. Das Spiel ist nach wie vor noch immer das gleiche. Genau wie das Ende. Der Kasper siegt immer über das Böse.
Bedeutung des Kasperletheaters in unserer Gesellschaft
„Tritratrallla, tritratralllla, der Kasperle ist da!“ Vorhang auf und Bühne frei für die berühmten Handpuppen im Kasperletheater. Ein jedes Kind liebt die Geschichten, der kleinen Handpuppen. Kasperle, Krokodile, Doktor, Polizist und vieles mehr erzählen kleine Geschichten, die Kinder zum mitmachen und jubeln, fürchten, erschrecken und freuen animiert. Am Ende ist eigentlich immer der Kasperle der kleine, große Held, der jedem Bösewicht auf die Schliche kommt. Der Teufel oder das Krokodile verkörpern meistens das Böse und der König und seine hübsche Tochter, die Prinzessin sind stets in Gefahr.
Was macht Kasperletheater eigentlich nach wie vor so interessant und spannend? Ein Kasperletheater verzichtet auf sämtliche Computeranimationen und dennoch lieben Kinder es. Kein Wundern, denn hinter dem Kasperletheater stehen meistens erstklassige Schauspieler und Künstler, die genau wissen, wie sie Kinder begeistern können. Allein ihre unterschiedlichen Stimmungen und Sprachtypen dringen tief zu den Kindern hervor und verzaubern sie geradezu. Ein Kasperletheater braucht keine moderne Technik. Lediglich ein paar flink Hände, vielleicht ein bisschen musikalische Untermalung und ein paar Menschen, die sich der Liebe des Kasperletheaters verschrieben haben. Kaum beginnt das Kasperletheater, erfreuen sich die Kinder an den stets spannenden Geschichten und fiebern gerade zu mit. Eine Raunen geht durch die Menge, wenn das böse Krokodile naht, alle warnen den Kasper, wenn ihm Gefahr droht und jeder hilft ihm bei der Lösung so mancher kniffliger Fälle. Ein Kasperletheaterbesuch ist ein Mitmachbesuch. Still sitzt hier niemand und genau das macht Kasperle so einzigartig und lädt jedes Kind zum mit- und nachmachen ein. Daher verlieren die Kasperletheater im Handel nie ihren Beliebtheitsgrad und werden wohl noch ewig von den Kindern gewünscht, gesehene und selbst gespielt.
Pädagogische Bedeutung des Kasperletheaters
Pädagogisch bedeutet ein Kasperletheater sehr viel. Beim Spiel und auch beim Zuschauen, kann das Kind viel lernen und gefördert werdet. Durch das Zuschauen und Spielen mit dem Kasperletheater lernt ein Kind den Unterschied zwischen gut und böse kennen. Durch das freie Erfinden von Geschichte kann das Kind seine Kreativität ausleben und durch das Spiel mit dem Kasperletheater können frühzeitig schauspielerische Fähigkeiten erkannt werden. Ein Kind ist für das Kasperletheater sehr begeisterungsfähig und von daher lernt es spielerisch, was es bedeutet, auch einmal länger als fünf Minuten still zu sitzen. Mittels eines Kasperletheater kann den Kindern spielerisch beigebracht werden, warum es eine Feuerwehr gibt, warum man sich die Zähne putzen muss, wie man Geldsparen kann, wie man die Umwelt schützt und vieles mehr. Wirklich wichtige Themen, die das Leben prägen, können dem Kind so beigebracht werden. Der Reiz des Kasperletheaters ist auch nach vielen hundert Jahren noch lange nicht gebrochen. Ein Kasperletheater gehört lange noch nicht zu den antiken Spielsachen. Ganz im Gegenteil. Der pädagogische Sinn und Zweck und die Förderung des Kindes beleben dieses Spiel jedes Jahr auf ein Neues.
Kasperletheater ist Theater für die ganz Kleinen
Bereits ab einem alter von 3 Jahren können Kinder sich am Spiel mit dem Kasperltheater erfreuen oder zuschauen. Das Stück sollte frei gesprochen werden, ablesen eignet sich hier nicht. Der Spieler sollte sich im Vorfeld auch darüber informieren, ob besonders ängstliche Kinder im Publikum sitzen. Diesen sollte vorher die Angst vor manchen Figuren genommen werden. Die Angst nimmt man dem Kind, in dem man diesem vorher die Figuren einmal zeigt und ihnen die Geschichte kurz erzählt und ihnen glaubhaft versichert, dass die Geschichte auf jeden Fall gut ausgehen wird. Hilfreich ist es auch, wenn man immer einen Erwachsenen im Publikum hat, denn beim Kasperletheater werden den Kindern häufig Fragen gestellt. Können diese einmal nicht beantwortet werden, kann der Erwachsene schnell weiterhelfen. So wird in kürzester Zeit die kleine Bühne für die Kinder zu Erlebniswelt.
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