Welche Schule ist die Richtige für mein Kind?
Die Pisa-Studien haben gezeigt, das Bildungsniveau ist auf dem absteigenden Pfad in Deutschland. Doch gerade gute Bildung ist das wichtigste, was sich moderne Eltern für ihre Kinder wünschen. So stehen Jahr für Jahr tausende Eltern vor der Frage, welche Schule bzw. welche Schulform sie für ihr Kind wählen sollen. Um eine gute Entscheidung zu treffen, die im Einklang steht mit den Zielen der Eltern und den Interessen der Kinder, empfiehlt sich zunächst eine ausführliche Information. Hier sind die etwas anderen Schulformen:
Montessori
“Hilf mir, es selbst zu tun”, das ist das Motto dieser neu in Mode gekommenen Erziehungform. Sowohl im Kindergarten als auch in der Schule orientiert sich die Montessori-Pädagogik gezielt und konsequent an jedem einzelnen Kind.
Gründerin war die Italienerin Maria Montesorri, die bereits 1907 diese Form der Pädagogik entwickelte und in ihrem Kinderhaus praktizierte.
Montessori findet heute in fast allen Ländern der Welt erfolgreich Anwendung.
Die Prinzipien sind auf die Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes Zugeschneiten, es wird als vollwertiger Mensch betrachtet. Kinder sollen lernen, selbst Entscheidungen zu treffen und ihren eigenen Willen zu entwickeln. Die Kinder selbst stehen im Mittelpunkt des Lernprozesses und entscheiden, wann sie was lernen wollen. Die Pädagogen geben lediglich den Anreiz und wecken das Interesse. Dabei werden die Kinder angehalten, Schwierigkeiten zu überwinden und nicht, ihnen aus dem Weg zu gehen. Das Herz der Montessori-Pädagogik ist die Freiarbeit, in der die Kinder sich für eine Beschäftigung entscheiden. Die Erzieher bleiben im Hintergrund und helfen dem Kind lediglich durch ihre gute Beobachtungsgabe bei der Entscheidung. Auch Arbeitrhythmus, die Länge der Beschäftigung und die Wahl, alleine oder im Team zu arbeiten, wird den Kindern komplett selbst überlassen. Daraus entsteht eine innere Disziplin, die nicht von außen gesteuert ist. Montessori-Einrichtungen beeindrucken durch ihre ruhige und entspannte Atmosphäre.
Die Pädagogen haben eine eigene Definition ihres Berufsbildes entwickelt. Sie unterstützen die Kinder bei der Persönlichkeitfindung, reagieren geduldig und flexibel auf die unterschiedlichen Ansprüche der Kinder.
Waldorf-Einrichtungen
Die Waldorfpädagogik wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner begründet und findet heute weltweit Anerkennung. Etwa 1000 Waldorf-Schulen existieren weltweit, ein Fünftel davon allein in Deutschland als anerkannte Ersatzschulen in freier Tätigkeit.
Die Idee der Waldorf-Pädagogik ist das Prinzip der Dreigliedrigkeit mit einer gleichgestellten Förderung von Denken, Fühlen und Wollen. Die intellektuellen, künstlerischen und handwerklichen Fähigkeit eines jeden Kindes werden dabei individuell gefördert. An Waldorf-Einrichtungen überwiegen Tätigkeiten im künstlerisch-handwerklichen Bereich gegenüber öffentlichen Schulen. Aber auch der Unterricht an sich ist eine Kunst.
Herausragend bei d er Waldorf-Pädagogik ist die Erziehung verschieden begabter Schüler innerhalb einer Klasse. Die Förderung der intellektuellen, emotionalen, sozialen oder motorischen Fähigkeiten erfolgt individuell in einem Klassenverband und nicht durch Ausgrenzung. Das soziale Verständnis wird durch das gemeinsame Lernen mit unterschiedlich begabten Schülern überdurchschnittlich gefördert. Das Wiederholen der Klassenstufe durch unbefriedigende Leistungen wird komplett ausgeschlossen. Auch Zensuren existieren nicht. Lediglich einmal im Schuljahr wird der individuelle Leistungsstand, vor allem aber die gemachten Fortschritte schriftlich fixiert. Nur teilweise werden Ziffertabellen ergänzt.
Das Waldorf-Prinzip ist ganzheitlich, von der angenehmen Lernatmosphäre durch gezielte Architektur des Schulgebäudes bis hin zu gemeinsamen Unternehmungen, Schulfesten, Theaterbesuchen und Projektunterricht.
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29. März, 2009 um 15:14
Welche Schule, Schulform fördert mein Kind am besten?…
Grundsätzlich muss gesagt werden, dass es durchaus vorteilhaft ist, unter verschiedenen Schulformen wählen zu können. Dennoch ist an die Wahl der richtigen Schule mit Vorsicht heranzugehen, denn nicht jedes Kind ist auch für jede Schule geeignet.
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