Sicher unterwegs mit Mama

Eine Hand hält das Lenkrad, die andere tastet auf dem Rücksitz nach dem verlorenen Schnuller. Diese Situation kennen viele Mütter, die allein mit ihrem Kind im Auto unterwegs sind. Das kann gefährlich werden, wie die Trainer der ADAC-Fahrsicherheitszentren wissen. Ihr Rat: Beim Fahren sollten sich Mütter ganz auf den Verkehr konzentrieren und sich vom Kind nicht ablenken lassen. Auch wenn das Kleine mal quengelt: Es ist in seinem Sitz gut und sicher aufgehoben. Am Anfang erfordert es zwar gute Nerven, das Kleine quengeln oder schreien zu lassen. die meisten Kinder lernen aber schnell, dass die Mutter am Steuer nicht sofort reagieren kann.

Der beste Platz für kleine Passagiere ist auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz. Auf der Gehwegseite lässt sich die Babyschale sicher einladen und ältere Kinder können gefahrlos ein- uns aussteigen. Auch auf kurzen Wegen muss das Kind angeschnallt werden. Der Sitz muss fest mit dem Auto verbunden sein. Hierbei sollte man die Bedienungsanleitung genau beachten. Man sollte den Kindersitz tief ins Polster drücken und ihn dann mit dem Autogurt anschnallen. Dabei dürfen die Gurte nicht verdreht werden. Leichter geht das Einbauen mit einer Isofix-Halterung. Durch sie werden Babyschale oder Kindersitz über Metallbügel fest mit der Fahrzeugkarosserie verbunden, das mühsamere Festschnallen mit dem Autogurt entfällt. Die meisten Neuwagen sind mit Isofix-Halterungen ausgestattet.

Eine sichere Autofahrt beginnt bereits vor dem Einsteigen. Planen Sie genügend Zeit ein. Das gilt schon für die Vorbereitung zu Hause, aber auch für die Fahrt selbst. Ist der Arzt 20 Autominuten entfernt, am besten 40 Minuten früher starten. Dann bleibt unterwegs Zeit für einen Stopp, falls das Baby weint.

Ganz wichtig: Die Wickeltasche gehört nicht auf den Beifahrersitz, sondern in den Fußraum davor. Sonst greift der Fahrer automatisch danach, wenn sie beim Bremsen oder in einer Kurve ins Rutschen gerät.

Eltern merken meist intuitiv, wann sich gelangweiltes Weinen des Kindes in echtes Schreien verwandelt. Dann ist es sicherer, beim nächsten Parkplatz auszusteigen für einen Kummer-Check: Hat das Kleine Hunger oder Durst? Braucht es eine frische Windel? Sitzt das Kind unbequem, weil seine Kleidung zwickt? Die Temperatur in Babys Nacken verrät, ob es schwitzt oder friert. Trägt das Baby mehrere Schichten übereinander, können einzelne Stücke problemlos ausgezogen werden.

Spielsachen im Auto sind prima, wenn es die richtigen sind. Dinge mit harten Kanten und spitzen Ecken gehören ins Handschuhfach oder in eine Tasche. Und aus Sicherheitsgründen bitte nichts auf der Hutablage deponieren. Geeignet für unterwegs sind Kuscheltiere, Stoff-Bilderbücher, weiche Greiflinge sowie Kassetten und CDs mit Hörspielen oder der Lieblingsmusik des Kindes.

An Kekskrümeln oder Obststückchen können Kinder sich leicht verschlucken. Deshalb ist vom Verzehr von Keksen und Obst während der Autofahrt abzuraten. Trinken dagegen ist erlaubt. Praktisch für Babys ist trinkfertig zubereitete Folgemilch im Fläschchen – sie braucht nicht einmal angewärmt zu werden. Für ältere Kinder eignen sich tropffreie Schnabeltassen.

Säuglinge sollten in den ersten drei Monaten möglichst nur 30 Minuten am Stück im Auto mitfahren. Danach ist eine Pause von 15 Minuten angebracht. Die Babys sollten dabei aus der Schale genommen werden und flach liegend strampeln können. Bei älteren Kindern reicht es, wenn etwa nach einer Stunde Fahrtzeit eine Pause eingelegt wird.

1 Kommentar zu “Sicher unterwegs mit Mama”

  1. Alex sagt:

    Es ist nie zu früh mit dem Autofahren zu beginnen! Eine gute Übersicht zu den Do´s and Dont´s bei Kindern und Säuglingen im Auto. Generelles Bewusstsein für die Sicherheit auch der “kleinen” Fahrgäste zahlt sich langfristig immer aus. Und wenn es “nur” der bessere Schlaf ist.

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