Plötzlicher Kindstod

Ein plötzlicher Kindstod ist für jede Familie ein schreckliches Erlebnis. Das Kind stirbt in der (vermeidlichen) Schlafphase und die Eltern finden das Kind meistens am nächsten Morgen in seinem Bettchen. Es sind keine Verletzungen am Kind zu sehen, noch war es am Tag davor irgendwie auffällig gewesen. Selbst eine regelmäßige Untersuchung beim Arzt konnte so ein Kind nicht vor dem Tod schützen.

Der plötzliche Kindstod ist eine Definition für den Tod eines Säuglings, dessen Tod man sich nicht erklären kann. Das Kind stirbt weder an Verletzungen, noch an Krankheit, noch an einem Unfall. Alle natürlichen und unnatürlichen Todesursachen müssen ausgeschlossen sein, um von einem plötzlichen Kindstod sprechen zu können. Trotz der unerklärlichen Umstände ist der plötzliche Kindstod die häufigste Todesursache bei Säuglingen in Deutschland. In den meisten Fällen stirbt das Kind während der (vermuteten) Schlafzeit. Die meisten Kinder die am plötzlichen Kindstod starben, sind kein halbes Jahr alt gewesen. Statistisch gesehen sterben mehr männliche Säuglinge am plötzlichen Kindstod, als weibliche Säuglinge.

Auch wenn nicht gesagt werden kann, an was das Kind gestorben ist, gibt es einige Faktoren die bei Kindern die an plötzlichem Kindstod gestorben sind gleich waren. Diese Risikofaktoren sind trotz alledem nicht immer eine Erklärung für den Kindstod. Bei den Risikofaktoren handelt es sich zum Beispiel, um Überwärmung des Säuglings, Rauchende Eltern oder auch falsche Schlafposition des Säuglings. Aber auch verschiedene Gruppen von Säuglingen sind erhöht gefährdet. Darunter fallen zu früh geborene Kinder, Mehrlingsgeburten und Säuglinge mit mehreren älteren Geschwistern. Ob das Kind aber nun aus einer sozial schwachen Familie oder aus einer reichen Familie kommt erhöht oder vermindert das Risiko nicht. Ein plötzlicher Kindstod ereignet sich in allen Gesellschaftsgruppen gleichermaßen.

Trotz der scheinbaren Unvermeidbarkeit, gibt es einige Vorsorgemaßnahmen die Eltern beachten können, um den plötzlichen Kindstod zu vermeiden. Das Zimmer und die Umgebung des Kindes sollte Rauchfrei und Schadstofffrei sein und die Schlafzimmertemperatur sollte nur um 18° C sein. Außerdem sollte das Kind nur in Rückenlage schlafen. Es ist im Übrigen ratsam das Kind in den ersten Monaten im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen, jedoch nicht im selben Bett wie die Eltern. So ist jedoch eine bessere Kontrolle über das Kind möglich und es kann bei Auffälligkeiten schneller etwas getan werden.

Besorgte Eltern sollten sich bei ihren Kinderarzt erkundigen wenn sie sich bei einigen Sachen nicht ganz sicher sind, oder wenn ihr Kind schon kleine Auffälligkeiten wie Blässe oder starkes schwitzen währen des Schlafes aufweißt. Eltern sollten jedoch auch nicht zu besorgt um ihr Kind sein. Das Risiko das ein Kind am plötzlichen Kindstod stirb liegt gerade mal bei ~0,04 % mit fallender Tendenz.

Solltest dennoch zu so einem tragischen Ereignis kommen, sollten die Eltern sich klar machen das sie nicht alleine sind. Es gibt viele Selbsthilfegruppen in denen betroffene Eltern über ihre Erlebnisse, Sorgen und Ängste frei sprechen können. Der Austausch mit anderen betroffenen Eltern kann helfen, dass erlebte besser zu verarbeiten.