Lesbisch oder Schwul heutzutage normal oder nicht?

Die Coming Outs von Homosexuellen Jungen oder Mädchen sind heutzutage immer früher. Teilweise wissen die Jugendlichen bereits mit 14 Jahren, dass sie schwul oder lesbisch sind. Leider noch viel zu oft stellen sich viele Menschen die Frage, ob das Kind normal ist. Immer wieder fragen sich die Eltern, was sie falsch gemacht haben in ihrer Erziehung, können aber dann meistens keinen Fehler finden. Denn schwul oder lesbisch zu sein, ist heutzutage eigentlich das normalste der Welt. Für viele Eltern sitzt der Schock erst einmal tief. Die Kinder outen sich und plötzlich sitzt neben dem eigenen Sohn nicht die ersehnte Schwiegertochter, sondern ein Schwiegersohn. Besonders für Mütter bricht meistens erst einmal die Welt die zusammen, wenn der Sohn schwul oder die Tochter lesbisch ist. Manche Eltern brechen sogar den Kontakt zu ihren Kindern ab.

Obwohl die Kinder immer noch vom menschlichen her die eigenen Kinder sind, können viele Eltern es nicht akzeptieren. Die Homosexualität ist heutzutage weit verbreitet. Eigentlich sollten Eltern vor diesem Thema nicht davon laufen. Nicht umsonst sagt man, dass Eltern ihr eigenes Coming Out brauchen, wenn sich das Kind erst einmal geoutet hat.

Oftmals wachsen Kinder aber auch in Familien auf, in denen bereits Schwule oder Lesben sind. Man sollte meinen, dass diese Kinder es leichter haben. Häufig ist dies auch der Fall, denn gibt es bereits homosexuelle Menschen in der Familie, die offen aufgenommen sind, so kann sich ein anderes Familienmitglied meistens auch besser outen.

Eine solche Offenheit, sollte man aber eigentlich von allen Menschen erwarten können. Es ist doch eigentlich völlig egal, ob man schwul, lesbisch oder heterosexuell ist. Das Wichtigste in einer Familie sollte das Glück sein. Von Geburt an wünschen sich Eltern für ihre Kinder Glück. Sie möchten, dass die Kinder eine glückliche Kindheit, eine glückliche Jugend und ein glückliches Leben führen können. Warum freuen sich dann manche Eltern nicht, wenn die Kinder glücklich mit ihrem Partner sind? Weil die Tochter plötzlich mit einer Frau zusammenlebt oder Sohn mit einem Mann, zählt dies häufig für manche Eltern nicht zu den Glücksfaktoren. Oftmals werden dann das eigene Glück und die eigene Ehre in den Vordergrund gestellt. Trauer um eventuell nicht kommende Enkelkinder wird groß und die Angst vor dem Gerede der Nachbarn und der Verwandten wächst.

Warum? Warum? Der Sohn oder die Tochter sind glücklich und es wird ihnen zum Wohle des eigenen Glückes nicht gegönnt.

Glücklicherweise gibt es heutzutage genug Anlaufstellen sowohl für Jugendliche, deren Coming Out noch bevor steht, wie auch für Eltern, damit sie den Umgang mit dem Coming Out des eigenen Kindes lernen können. Hier braucht man sich auch nicht scheuen, denn hier treffen Betroffene auf Betroffene und können sich austauschen.

1 Kommentar zu “Lesbisch oder Schwul heutzutage normal oder nicht?”

  1. Tobias sagt:

    Ich arbeite, hoffentlich bald wieder, in der Spielwarenbranche und habe nach Holzspielzeug gegooglet. Bin dadurch auf die Internetseite www.weltderspielwaren.de gestoßen und somit auch auf den Blog.

    Ich finde es klasse und in gewisser Art und Weise auch mutig, einen Artikel über Homosexuelle Kinder in einem Blog eines Spielwarenvertriebs ins Netz zu stellen. Homosexuelle werden schließlich oft genug als die bösen Menschen dar gestellt, die kleine, unschuldige Kinder verführen und verderben.

    Ich bin 24 Jahre alt und lebe seit meinem 16. Lebensjahr offen schwul. Selbstverständlich waren meine Eltern nicht begeistert, als ich Ihnen sagte, dass ich schwul bin. Aber sie haben sich damit abgefunden und für sie ist es mitlerweile vollkommen normal. Für meine Mutter ist es selbstverständlich anderen Leuten zu erzählen, dass sie ihren Sohn und dessen Freund besuchen fährt, mit zum CSD nach Köln fährt oder ähnliches.

    Schwierig finde ich die Definition von “Normal”. Hier ist es so gemeint, ob es noch etwas ungewöhnliches ist oder nicht mehr. Haben schließlciha uch genug offen schwul lebene Politiker und lesbische Fernsehmoderatorinnen.

    Man müsste eigentlcih davon ausgehen,m dass es kein großes Problem mehr dar stellt, sich als homosexuell zun outen. Aber die Realität sieht da meiner Meinung nach, anders aus. Vieleicht fehlt aber, Kindern wie Eltern, eine Vorbildfunktion. Woran denkt man denn als erstes beim Thema Schwul bzw Lesbischsein? An schrille Tunten, Partys, Alkohol, AIDS, ständig wechselnde Bettpartner, Drag Queens und ähnlcihes. Könnte diese Aufzählung noch endlos weiterführen.

    Im Grunde sind wir Schwule selber die Schuld für das Bild, was die Öffentlichkeit von uns hat.
    Man kann nur hoffen, dass sich die “nächsten Generationen” Schwule, Lesben, Bi und Transsexuelle davon nciht abschrecken lassen und stolz und mutig zu ihrer Orientierung stehen!

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