Kinderberuhigen leicht gemacht

Kinder streiten sich, Kinder sind aufgeregt, Kinder sind zappelig. Alle Eltern kennen das und es ist wahrlich kein Grund zur Sorge. Doch manchmal kann einem die überdosierte Aktivität des eigenen Nachwuchses auch ziemlich zur Last fallen. Was können Sie dagegen tun?

Hierfür gibt es zahlreiche Abhilfen, mit denen man Kinder beruhigen kann, ohne gleich die chemische Keule schwingen zu müssen. Entsprechende Medikamente sollten sowieso nur verabreicht werden, nachdem ein Arzt konsultiert wurde und diese ausdrücklich verordnet hat! Das versteht sich von selbst. Dieses letzte Mittel ist aber in der Regel auch gar nicht nötig, schließlich sind Kinder Menschen und die kann man bekanntlich auch auf andere Weise beeinflussen.

Wichtig hierbei ist: Gehen Sie auf ihr Kind ein! Nicht jedes Kind ist gleich. Nicht jede Beruhigungstechnik funktioniert bei allen Kindern gleich gut. Verzagen Sie deshalb nicht sofort, wenn Sie nicht auf Anhieb etwas finden, das bei Ihrem Schützling anschlägt.

Eine gute Methode ist zum Beispiel der Einsatz von Musik. So weist das Online-Familienhandbuch zurecht darauf hin, dass schon ungeborene Kinder im Mutterleib Musik wahrnehmen und durch sie entspannen können. Allerdings gilt dies nicht für Rock und Techno, sondern vor allem für klassische Musik, wie Brahms oder Mozart. Wichtig ist hierbei vor allem der Gewöhnungseffekt. Ähnlich wie bei anderen Entspannungstechniken ist die Wiederholung und das Verbinden eines schönen Gefühl mit der Technik, in diesem Fall also des Musikstücks ausschlaggebend.

Aber auch andere Entspannungstechniken wie zum Beispiel Autogenes Training oder sogar Yoga können ebenfalls zur Anwendung kommen. Spielerisch vermittelt profitieren nicht nur Ihre Liebsten hiervon, sondern gleich die ganze Familie. Und die tägliche Portion Sport haben wir dann auch schon hinter uns. Überhaupt ist Sport die einfachste und beste Methode, Kinder zu beruhigen. Wer sich richtig austoben kann und darf, ist nachher doch sowieso viel zu müde, um noch auf den Putz zu hauen! Achten Sie also insbesondere darauf, dass die Kleinen Genügend Freiraum zur Bewegung haben, um regelmäßig und ausgiebig draußen zu spielen und nicht nur passiv vor dem Fernseher oder dem Computer zu sitzen. Denn sitzen tun unsere Kinder heutzutage ohnehin meist schon genug und wahrscheinlich viel zu viel: in der Schule, bei den Hausaufgaben, beim Musikunterricht, im Bus und so weiter. Das tut niemandem gut, wie man der zunehmen Zahl übergewichtiger Kinder leicht erkennen kann.

Auch Massagen sind ein guter Helfer. Versuchen Sie es doch einmal mit einer indischen Kopfmassage! Indische Frauen verabreichen so etwas in Schützlingen täglich und das seit hunderten von Jahren. Mit gutem Erfolg. Warum sollte es also nicht auch bei europäischen Kindern klappen?

Das beste Rezept gegen aufgeregte Kinder ist aber sicherlich immer noch einfach selber ruhig zu bleiben. Kindern lernen einen Großteil ihre Verhalten von Vorbildern. Wer also umgeben ist, von Menschen, die selbst ständig auf 180 sind, wird dieses Verhalten als normal empfinden und es sich aneignen. In der Entwicklungspsychologie spricht man vom Lernen am Modell. Seien Sie ein ruhiges Modell, dann sind es auch Ihre Kinder!

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