Magersucht bei Jugendlichen

Immer häufiger sind vor allem junge Mädchen von der Krankheit Magersucht betroffen. Die Ursache dafür sind die von ihnen gewählten Vorbilder, die in vielen Fällen ebenso unter dieser Krankheit leiden.
Es ist leider ein Trend unserer Zeit, dass fast ausschließlich dünne Menschen mit Erfolg und Schönheit in Verbindung gebracht werden. In der Modewelt wird auf dünne Models gesetzt, weder eine Schauspielerin noch eine Sängerin erreicht nenneswerten Ruhm, wenn sie für den Allgemeingeschmack zu dick ist. Da nützt all das Gerede von angeblich wichtigeren “inneren Werten” nichts, wenn die Realität etwas ganz anderes suggeriert.
Gerade bei Jugendlichen sind Sendungen beliebt, in denen Nachwuchsstars gesucht werden. Eigentlich sollte hier künstlerisches Können im Vordergrund stehen, aber niemals erreicht eine korpulente Dame das Endziel.


Wonach soll sich eine junge Frau also richten? Gerade junge Mädchen haben die eigene Persönlichkeit noch nicht gefunden und besitzen kaum genug Stärke, sich den gängigen Modetrends ihres Umfeldes zu entziehen. Die Stars und Sternchen im Rampenlicht sorgen oft durch ihre knappe Garderobe für höheres Aufsehen als durch ihre Leistung. Bekanntheiten wie die Trendsetterin Paris Hilton täuschen besonderes Können nicht einmal vor, sie werden im Grunde nur wegen ihres Reichtums und ihrer Überheblichkeit verehrt. Natürlich haben diese Pseudo-Stars kein Gramm Fett zuviel auf den Hüften, ihre Kleidergrößen sind ihr Stolz und gemeinhin bekannt. Der letzte Renner in New York waren Jeans der Größe 0, die man eigentlich im Alter von ca. 13 Jahren auch als Eigentümer eines schlanken Körpers abgelegt haben sollte. Wenn eine solche Konfektionsgröße aber gerade “in” ist, muss man sich eben hineinhungern. Internationale Modedesigner beginnen nur langsam und längst nicht vollzählig, diesem gesundheitsschädlichen Trend Einhalt zu gebieten. Dabei haben die Versandhäuser inzwischen bewiesen, dass es durchaus rentabel ist, Mode für ganz normale Frauen auch von ebensolchen Damen präsentieren zu lassen. Man muss aber zugeben, dass sie keine Mode für ganz junge Mädchen zeigen, hier gilt auch in Katalogen das Schlankheitsprinzip.


Ein junger Mensch möchte sich zugehörig fühlen, er will nicht auffallen und gegen den Strom schwimmen. Wenn wie im letzten Jahr bauchfreie Tops angesagt sind, wollen alle Mädchen eines tragen. Bei fülligen Menschen ist die Wirkung aber nicht wie erträumt sexy, sondern eher lächerlich. Da nicht nur Kinder grausam sind, wird das dem betroffenen Mädchen auch schnell bewusst, und es fühlt sich beschämt und ausgegrenzt. Natürlich sehnt es sich dann nach einer ebenso makellosen Figur wie die Freundin sie vielleicht hat. Diätvorschläge und Abmagerungskuren gibt es in fast jeder Frauenzeitschrift und so greift man schnell auf eine davon zurück. Damit man schneller abnimmt, wird immer weniger gegessen, bis schlimmstenfalls die Magersucht vom Körper Besitz ergreift. Wie alle Süchte hat auch sie kein Ziel, nie wird man sich dünn genug fühlen, sie ist eine Spirale, die zum Tode führen kann. Auch bei Behandlung bleibt sie ein lebenslanges Problem. Die Öffentlichkeit und besonders die Berühmtheiten sollten ihrer moralischen Verantwortung gerecht werden, indem toleranter und billigend mit außerhalb der Norm stehenden Eigenschaften umgegangen wird.

Piercings bei Jugendlichen – muss das sein?

Bereits seit mehreren Jahren findet man ein bestimmtes modisches Phänomen unter Jugendlichen erstaunlich – oder abschreckend? – häufig: Piercings. Das sind kleine Metallstäbchen, -stecker oder -ringe, die unter der Haut hindurch gestochen werden. Im Prinzip funktionieren Piercings nicht anders als Ohrringe. Manche sind mit kleinen Kugel, Glitzersteinchen oder Anhängern verziert, einige sind dezent, andere auffällig. Auf jeden Fall scheiden sich an diesem Schmuck die Geister.

Viele Jugendliche, die sich piercen lassen wollen, bedenken nicht, dass durch das Piercen eine richtige Wunde entsteht, die Pflege braucht und gewisse Risiken birgt. Aber wenn man sich sorgfältig informiert und gewissenhaft einen ordentlich ausgebildeten und sauber arbeitenden Piercer aussucht, kann eigentlich nicht viel passieren.

Die meisten Erwachsenen sind dagegen, dass ihre Kinder sich piercen lassen. Bis zum Alter von 16 Jahren ist allerdings die Zustimmung der Eltern Voraussetzung dafür, dass die Kinder ihr Piercing bekommen. Allerdings gibt es eine Reihe von Leuten, die sich nicht um diese Vorschrift kümmern. Wer also nicht möchte, dass die eigenen Kinder sich solchen Leuten anvertrauen, der sollte überlegen, sich auf einen Kompromiss einzulassen. In der Pubertät finden die eigenen Kinder sowieso genügend Wege, ihre Eltern zu ärgern, wieso sollte man da nicht darauf hinwirken, mit ihnen gemeinsam eine Lösung zu finden, die nicht gesundheitsbedrohlich ist?

Die meisten Piercer arbeiten parallel als Tättowierer. Bei beiden Bereichen ist Hygiene oberstes Gebot. Deswegen ist es wichtig, dass man sich das Piercingstudio sorgfältig aussucht. Ein klärendes Gespräch vorab kann bei der Entscheidung durchaus hilfreich sein.

Darüber hinaus sollte man – unabhängig von der eigenen Meinung, was Piercings betrifft – überlegen, ob ein Piercing an einer sichtbaren Stelle vielleicht später im Berufsleben Probleme mit sich bringt. In vielen Berufen mit Kundenkontakt werden Piercings im Gesicht nicht toleriert – egal, ob an der Augenbraue, in der Nase oder an der Lippe. Auch Zungenpiercings werden häufig argwöhnisch betrachtet, außerdem können sie die Sprache beeinträchtigen und sogar die Schneidezähne beschädigen. Bauchnabelpiercings hingegen sind in den meisten Berufen kein Problem, man kann sie leicht unter der Kleidung verbergen, und mit der Hygiene gibt es gemeinhin auch keine Probleme.

Schönheitsoperationen bei Jugendlichen

Mit Beginn der Pubertät beginnt bei den Jugendlichen das Interesse am eigenen Aussehen. Gerade Mädchen in diesem Alter sind nur selten mit sich zufrieden. Immer finden sie etwas an ihren Freundinnen, was ihnen besser gefällt. Sie lesen Jugendmagazine, sehen makellose Stars und nicht selten kommt bereits bei sehr jungen Mädchen der Wunsch nach einer Schönheitsoperation auf. Doch ein guter Chirurg würde kein minderjähriges Mädchen operieren, da die Entwicklung des Körpers noch nicht vollendet wurde.

Wenn ein 15-jähriges Mädchen noch keinen Busen hat, ist es für sie selbst oft ein Drama. Doch biologisch gesehen ist es völlig normal, dass sich die körperliche Entwicklung auch später vollziehen kann. Würde der Busen jetzt von einem Chirurgen vergrößert werden, könnte der Körper seine natürliche Entwicklung nicht mehr abschließen. Dieses Beispiel kann auf jeden anderen Körperteil übertragen werden, solange die Entwicklung nicht abgeschlossen ist, sollte keine operative Veränderung vorgenommen werden.

Jugendliche in der Pubertät sehen oft Dinge an sich selbst, die sie als unschön empfinden. In den meisten Fällen ist es für objektive Betrachter nicht ersichtlich, was dem Teenager nicht gefällt. Doch in diesem Alter ist es bei jungen Menschen ganz normal, dass das Selbstbewusstsein noch nicht so ausgeprägt ist und der eigene Körper als unschön empfunden wird. Bei den meisten Jugendlichen schwindet der Wunsch nach einer Schönheitsoperation wieder, wenn die Pubertät abklingt und der Körper seine Wandlung vom Kind zum Erwachsenen vollzogen hat.

Die Eltern haben es in der Pubertätsphase bei ihren Kindern auch nicht einfach. Sie können die Entwicklung von außen betrachten, haben aber nur selten die Möglichkeit, das Kind zur “Vernunft” zu bringen. Hilfreich ist nur eine stetige Stärkung des Selbstbewusstseins beim Nachwuchs. Wer seinem Kind immer wieder sagt, dass jeder Mensch einmal unzufrieden ist mit seinem Aussehen und das es auch der Schulschönheit so geht, hat gute Chancen dem Kind ein Stück Vertrauen in sich selbst zu geben. Wenn die Pubertät nachlässt und der Jugendliche sich an sein erwachsenes Aussehen gewöhnt hat sind die meisten Jugendlichen froh, dass keine Schönheitsoperation gemacht wurde.

Solariumwahn bei Jugendlichen

Immer mehr Jugendliche geben einen großen Teil des ihnen zur Verfügung stehenden Taschengeldes für einen Besuch im Solarium aus. Die Folgen für die empfindliche junge Haut sind entweder nicht bekannt oder sind den Jugendlichen schlicht egal.

Gründe für den Solariumwahn

Gängige Schönheitsideale propagieren, eine gut gebräunte Haut sei gesund. Besonders Kinder und junge Erwachsene lassen sich von den Bildern in Funk und Fernsehen stark beeinflussen. Dabei galt gebräunte Haut jahrhundertelang als Zeichen für ein `unedle´ Herkunft. Denn Adlige und Vermögende brauchten sich aufgrund ihres Standes nicht der brennenden Sonne aussetzen. Doch mit dem Wirtschaftswunder der 70er Jahre war es für breite Bevölkerungsschichten erstmals möglich, in das südliche Ausland zu reisen. Braune Haut wurde damit zu einem Statussymbol das zeigen sollte: Ich kann mir eine Flugreise leisten. Ganz anders beispielsweise in Asien, dort geben die Einwohner sehr viel Geld aus, um ihre Haut weißer erscheinen zu lassen.


Argumente gegen einen Besuch im Solarium

Deshalb plant der Gesetzgeber ab 2009, ein Mindestalter für die Benutzung dieser Einrichtungen von 18 Jahren festzuschreiben. Außerdem sollen die Grenzwerte für die Sonnenbänke und deren Strahlung angehoben werden.
Dennoch je häufiger Kinder und Jugendliche einen Sonnenbrand erlitten haben , umso höher auch das Risiko als Erwachsener an Hautkrebs zu erkranken. Eltern sollten deshalb aufpassen und ihren Kindern möglichst von Besuchen im Solarium abraten. Nicht nur die Verdoppelung der Hautkrebsfälle in den letzten zehn Jahren sind gute Argumente gegen die Bestrahlung, sondern auch vorzeitige Hautalterung und mögliche Überempfindlichkeiten der Haut gegen Licht können die Folge sein. Überhaupt sind für die normale mitteleuropäische Haut Experten zufolge nicht mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr angeraten. Das gilt sowohl für die Sonne als auch für künstliches Licht. Zumal in den letzten Jahren wissenschaftliche Erkenntnisse an die Öffentlichkeit gelangten, die davon ausgehen, dass auch künstliches Licht schädlich ist. Entgegen früherer Überzeugungen ist nicht nur das UV-B Licht von zweifelhafter Wirkung auf die Haut, auch das UV-A Licht begünstigt die Entwicklung von Krebs. Das Hautkrebsrisiko wird demnach durch das UV-A Licht der Sonnenbänke erheblich erhöht. Das häufig vorgeschobene Vorbräunen vor dem Urlaub bietet nach Meinung von Experten keinen zusätzlichen Schutz vor Sonnenbränden.

Für welche Personen sollte künstliches Licht tabu sein?

Die Haut von Kindern und Jugendlichen ist wesentlich empfindlicher als die von Erwachsenen, deshalb sollten Personen unter 18 gar keine Solarien benutzen. Das gilt ebenso für Menschen mit besonders heller Haut, mit starker Pigmentierung oder mit einer familiären Veranlagung zu Hautkrebs. Werden Medikamente eingenommen können durch das künstliche Licht die verschiedenste Wechselwirkungen auftreten. Menschen mit transplantierten Organen vertragen das Licht der Solarien überhaupt nicht.


Schutz der Haut vor Sonne im Freien

Um Hautschädigungen zu vermeiden, sollten Kinder niemals ohne Sonnencreme in die Sonne gehen. Spezielle Kleidung schützt die empfindliche Kinderhaut zusätzlich vor der gefährlichen Strahlung.
Das Sonnen in Solarien sollte für Kinder ohnehin tabu sein.

Was tun bei Liebeskummer?

Jedes Elternpaar steht viel zu schnell vor dem Problem des ersten Liebeskummers ihrer Sprösslinge. Hatte man gerade noch ein Wickelkind zu versorgen, wird man plötzlich mit Gefühlen konfrontiert, für die es keinen einfachen, schnellen Trost gibt. Jeder weiß doch aus eigener Erfahrung, wie unermesslich die Trauer um den Verlust einer Liebe ist.

Ein großer Fehler mit weitreichenden Folgen wäre es, dieses Gefühl seines Kindes als vorübergehende Spinnerei abzutun. Das kann manchmal schwer fallen, denn besonders einige weibliche Teenager leiden auch dann furchtbar an Liebeskummer, wenn eine angehimmelte Popband sich auflöst und sie den Star ihrer Träume nicht mehr in Zeitschriften oder auf Videotapes sehen können. Auch wenn wie hier die Gefühle kaum einen Bezug zur Realität haben, sind sie aber intensiv und ehrlich. Gerade die ersten Liebesgefühle wuchern ins Bodenlose, weil Lebenserfahrung fehlt. Mit zunehmenden Alter entstehen viele Beziehungen, die nicht immer glücklich verlaufen. Dadurch lernt man immer besser, Situationen realistisch einzuschätzen und kann mit Enttäuschungen leichter umgehen. Trotzdem tut Liebeskummer in jedem Alter weh, niemand kann eine solche Krise mit einem Schulterzucken abtun.

Um so mehr kann man doch nachvollziehen, was in einem jungen Menschen vor sich geht, der zum ersten Mal vor der Tatsache steht, dass seine Liebe nicht erwünscht ist. In einer normal verlaufenden Kindheit ist ein Kind von Liebe innerhalb der Familie umgeben. Außer kleiner schnell vorübergehender Streitereien hat es noch nie eine Zurückweisung erlebt. Auch den Freundeskreis sucht sich jeder nach gegenseitiger Sympathie aus, auch hier herrscht eine Atmosphäre der Sicherheit und des Vertrauens. Es ist unvermeidlich, dass der erste Liebeskummer völlig aus der Bahn wirft.

Wie kann man nun in einer solchen Situation am besten helfen? Auch die Eltern hatten keine Zeit der Vorbereitung und müssen schnell reagieren, um den gramgebeugten Teenager nicht durch unbedachte Bemerkungen zu verprellen. Liebeskummer ist nicht die Zeit für coole Sprüche oder schulmeisterliche Ermahnungen, in Zukunft besser auf die Eltern zu hören, die dem Freund noch nie etwas Liebenswertes abgewinnen konnten. Bei so einer Reaktion wird das Kind herabgesetzt und nicht ernst genommen. Die Eltern stellen ihre Überlegenheit zur Schau und vergrößern so noch den Kummer ihres Nachwuchses, dem das Gefühl vermittelt wird, noch zu dumm und klein für ehrliche Gefühle zu sein, die er aber doch in aller Schärfe wahrnimmt.

Ebenso falsch ist es, stundenlang von eigenen diesbezüglichen Erfahrungen und deren vorbildlicher Meisterung zu sprechen. Eigenes Erleben ist nicht auf andere übertragbar und hier steht ein junger Mensch im Vordergrund, der mit seinen Gefühlen konfrontiert ist und aus einer schweren Krise herausfinden muss.

Liebeskummer ist ein erwachsenes Gefühl und muss auch so behandelt werden. Zuhören ist die einzige Hilfe, die man in dieser Lage anbieten kann. Vermittelt man dazu noch das Gefühl, jederzeit für sein Kind da zu sein, hat man im Grunde alle Möglichkeiten des Trostes erschöpft. Kummer braucht Zeit, um zu verheilen. Das Wissen um diese Tatsache hilft bei Liebeskummer nicht, wohl aber die unermüdliche Unterstützung und Fürsorge der Eltern.

Wenn Kinder Mütter werden

Wenn ein neues Kind in die Familie hineingeboren wird, ist und sollte es immer ein freudiges Ereignis sein. Doch manchmal hat so ein Ereignis einen etwas seltsamen Beigeschmack. Wenn es sich zum Beispiel bei der Mutter um ein Mädchen handelt das gerade mal in die 7 Klasse geht. Kaum mehr selber ein Kind und dann Verantwortung übernehmen über ein Neugeborenes? Und da ist nicht nur Verantwortung, die die junge Mutter übernehmen muss, wie sieht es mit dem Geld aus? Wo bleibt das Kind, wenn die Mutter in die Schule muss? Fragen über Fragen und doch entscheiden sich immer mehr junge Mütter ihr Kind zu behalten.

Aber wieso muss es überhaupt soweit kommen, dass Mädchen mit schon 12 Jahren Mütter werden? In der heutigen Gesellschaft ist es keine Seltenheit mehr, dass Mädchen schon in dem Alten sexuelle Erfahrung sammeln. Doch ist die Aufklärung in dem Alter noch nicht sonderlich gut, oder es wird sich darum noch keine Gedanken gemacht. Und so geschieht es zwar ungewollt, aber schneller als man denkt, dass eben schon ein 12 Jähriges Mädchen Mutter wird. Der Vater, der meist nicht viel älter ist als das Mädchen, kann noch gar nicht zu Unterhalt herangezogen werden. Und so müssen die Eltern des Vaters das solange übernehmen, bis dieser selbst Geld verdienen kann. Doch manche Schwangerschaften solch junger Mädchen sind nicht durch so einen Umstand entstanden. Auch durch Vergewaltigungen sind schon einige junge Mädchen ungewollt früh Mutter geworden. In so einer Situation haben die Mädchen jedoch immer noch die Möglichkeit, dass Kind abtreiben zu lassen.

Die jungen Mütter sind schließlich auf ihre eigene Mutter angewiesen. Nicht nur was die Versorgung des Neugeborenen angeht, sondern auch um dessen Erziehung muss sich mit gekümmert werden. Solch junge Mütter wissen noch gar nicht, wie sie so richtig mit dem Kind umgehen müssen, sind sie doch selber noch in einer wichtigen Entwicklungsphase. Viele solcher Mütter berechen ihre Schule ab, um sich ganz um das Kind kümmern zu können. Doch ohne Abschluss haben sie später keine Chancen einen guten Job zu bekommen und jemals selber sich um das Kind kümmern zu können. Armut und gesellschaftlicher Abstieg sind bei solchen Müttern nicht selten. Sie haben nicht eine normale Schullaufbahn gehabt und haben dadurch große Schwierigkeiten mit gleichaltrigen klar zu kommen. Auch eine normale Beziehung zu einem Mann ist durch die Tatsache so jung Mutter geworden zu sein mehr als erschwert machbar. Nicht wenige so junge Mütter geben deshalb ihre Kinder auch früh zur Adoption frei. Nur so sehen sie eine Chance, ihr eigenes Leben erstmal in den Griff zu bekommen.

Auch das Kind einer solchen Mutter leidet nicht selten unter Entwicklungsstörungen, Lernschwierigkeiten und Verhaltungsstörungen. Auch sie kommen nicht sehr gut mit gleichaltrigen klar, da sie selber noch nicht so weit in ihrer Entwicklung sind. Doch dies ist nicht der Regelfall. Wenn die junge Mutter viel Unterstützung durch ihre eigene Familie und auch von Sozialen Einrichtungen bekommt, dann kann sowohl ihre Entwicklung als auch die Entwicklung des Kindes ganz normal laufen. Leichter wird das alles nicht, aber es kann einiges mehr getan werden für Mutter und Kind, damit beide ein schönes Leben haben können.

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