„Richtige“ Elternschaft – aber wie?

Viele schwangere Frauen beklagen heute, dass sie ihren Bauch mit dem behandelnden Frauenarzt und seinem Labor teilen müssen. Wer schwanger ist, begreift ziemlich rasch, dass dies eher ein wissenschaftliches denn ein freudiges Ereignis ist. Klar: Das eine Kind, zu dem man sich mit dem Partner, oft nach vielen Diskussionen und langer Wartezeit, entschlossen hat, muss einfach bestens geraten! So beugt sich die Mutter zunächst dem Fachwissen ihres Frauenarztes, ihrer Hebamme und schließlich der Kompetenz des Kinderarztes. Sie lernt dabei ganz unterschwellig, dass andere weit besser sind als sie selbst, die eigentlich nur ein biologisches Werkzeug darstellt.

Was alle Säugetiere können, Menschenmüttern traut man es kaum noch zu: stillen. Es gibt viele Theorien über das Stillen. Es gibt Befunde über Schädlichkeit und Nutzen der Muttermilch. Wem soll die Mutter glauben?

Da sie gelernt hat, dass sie selbst es am wenigsten weiß, entschließt sie sich wohl oder übel, wenigstens einem ihr Vertrauen zu schenken. In der Regel ist dies der behandelnde Kinderarzt. Und was man darüber hinaus noch so alles hört, sieht und liest, kann ja auch nicht ganz verkehrt sein.

Bald gibt es im Leben der Mutter mehrere Instanzen, die ihr sagen, wo’s langgeht. Und je mehr andere sagen, was richtig ist und was geschehen soll, desto mehr verkommt, was die Natur allen Müttern mitgegeben hat: der Mutterinstinkt.

Doch wer kann einer Mutter verbieten, nach dem zu handeln, was ihr von der Natur mitgegeben worden ist? Neugeborene kommen nicht gleich mit den Gegebenheiten außerhalb des Mutterleibes zurecht. Sie schreien geradezu nach Hautkontakt, Wärme und Wiegen, nach der engen Umklammerung, dem Umschlossensein, das vor der Geburt noch ganz selbstverständlich war – was soll da der fachkundlich fundierte Rat eines Kinderarztes, das intensive Körperkontaktbedürfnis des Säuglings zu unterbinden, weil dieser sonst verwöhnt wird?

Wo so wenig Spielraum bleibt für eigenes, instinktsicheres und kreatives Handeln, tun sich neue Räume auf. Die Werbung appelliert endlich einmal an das, was Mütter auch empfinden möchten: Verantwortung. Wer sein Kind liebt, gibt ihm das Beste, was auf dem Markt ist. Man muss nur wählen – vorhanden ist alles.

Wie aber wählt man? Windeln, Cremes, Nahrungsmittel werden in der Werbung von Babys und Kleinkindern vorgeführt. Das wird nach folgendem Muster inszeniert: Eine Agentur wählt aus dem Riesenangebot anbietungswilliger Eltern das niedlichste Geschöpf aus, an dessen Po die wasserdichte Windel sich ausnimmt wie eine Königskrone. Gäbe es schon das Geruch aussendende Fernsehen, so würden diese kleinen Reklamehelden allesamt die kostbarsten Parfüms ausscheiden.

Wenn nur das Beste angeboten wird, bleiben kaum Auswahlkriterien. Kein Windelhersteller wird den Eltern verraten, dass Windeln, die jede Nässe vom Kind fernhalten, verhindern, dass Harndrang und unangenehme Nässe vom Kind in Zusammenhang gebracht werden können – die Blasenkontrolle bleibt lange aus.

Da also keine echten Auswahlkriterien vorliegen, geben Mütter schließlich dem niedlichsten Werbeträger den Vorzug: „Windeln, die dieser süße Wonnebrocken trägt, können meinem Kind nicht schaden“ – diese Devise reicht bis weit in alle Ecken des umfangreichen Kinderproduktmarktes, soweit er öffentlich beworben wird.

Kinder kosten Geld. Eltern, die sich für ein Kind entschieden haben, müssen in der Regel auf anderen Gebieten zurückstecken. Schaut man sich heute Babys und Kleinkinder in der Öffentlichkeit an, fällt auf, dass sie alle fast zum Verwechseln ähnlich prächtig ausstaffiert sind. Kommt das Kind ins Sitzalter, wird es mit dem Rücken zur Mutter in den Sportwagen gesetzt, damit es die Welt so richtig genießen kann. Die Eltern begnügen sich meist mit dem Anblick des Hinterkopfes ihres Kindes. Warum? Alle machen es so, und im Fernsehen wird es auch nicht anders vorgeführt. Ignoriert wird die Tatsache, dass kleine Kinder nichts lieber sehen als ihre Mutter. Sie allein ist der ruhende Punkt in dem Chaos von Eindrücken. Nur in ihrem Gesicht kann das Kind lesen, ob Situationen bedrohlich oder unbedenklich sind. Fehlt der Blickkontakt, muss das Kind allein sortieren, klarkommen oder mit Verwirrung kämpfen.

Wer so früh so vielen Eindrücken frontal ausgeliefert ist, wird sich vor dem Fernseher bald nicht mehr fürchten. Gewollt? Unbedacht getan?

Wenn alle ein Fläschchen haben, wenn die Werbung sagt: „So ist es richtig“, mag man dieses Kleinod dem eigenen Kind nicht versagen. Und so sitzen sie da, angetan mit Markenartikelstirnband und –hose, ohne Blickkontakt zur Mutter, und halten sich an ihren Flaschen fest. Wo sonst auch? Und wenn es unheimlich wird – schnell einen Schluck, eine Runde tröstliches Saugen. Die Mutter hinter der Sportkarre bekommt das gar nicht so recht mit. Sie wundert sich bestenfalls, wie oft das Fläschchen leer ist. Aber da die beste aller Windeln unten das Auslaufen verhindern, ist eigentlich alles in Ordnung, und einen Grund zum Nachdenken gibt es – noch – nicht.

Viele Menschen, insbesondere Eltern, glauben, dass Erziehung ein feststehendes, fertiges Programm sei, das man eines Tages -–spätestens mit Beginn des ersten Trotzalters – einschalten muss, damit das Kind ohne allzu große Probleme mit Kindergarten, Schule und Ausbildung fertig wird. Dahinter steckt ein großes Missverständnis: Erziehung ist nichts Programmatisches, Erziehung ist die Frucht der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Sie beginnt mit dem Tag der Geburt.

Leider gibt es Eltern, die die erzieherische Notwendigkeit nicht erkannt haben, zwischen ihren und den Wünschen ihrer Kinder zu unterscheiden. So wird ein Kind nicht selten zum Demonstrationsobjekt von Elternwünschen. Dies rächt sich – früher oder später.

Mütter sind damit beschäftigt, all die Dinge heranzuschaffen, die ihr Kind von anderen möglichst nicht mehr unterscheidbar machen. Reicht der Geldbeutel, darf es auch eine Note besser sein. Das Kind wird zum lebenden Christbaum, an man dem alles sichtbar machen, an den man alles hängen kann, was die Mode zum letzten Schrei erklärt. So merken Kinder früh, dass sie bewunderte Objekte sind, an denen – im wahrsten Sinn des Wortes – vieles hängt. Dass dies bereits erzieherisches Handeln ist, darüber machen sich die wenigsten Mütter und Väter Gedanken. Mit anderen gleichziehen, mithalten zu wollen und zu müssen, das ist das vorherrschende Prinzip. Wer da ausschert, steht am Rande. Und es kommt noch etwas hinzu: Wer einen ungeputzten Christbaum zur Schau stellt, ist arm. Und arm sein möchte niemand. Da spart man sich doch lieber den letzten Groschen vom Munde ab, ehe die Leute munkeln, man hätte nicht einmal das Geld für die Mindestausstattung des eigenen Kindes.

Zu Zeiten, als die Polomütze unbedingt mit dem Schild nach hinten getragen werden musste, sah man diese Mode auch schon im Buggy. Da fragt man sich, wie viele der lieben Kleinen sich die Mütze selbst umgedreht haben. Wollten da nicht die modebewussten Mütter und Väter ihr Kind vor offensichtlicher Rückständigkeit bewahren?

Kinder sind Lebenskünstler. Sie spielen, wie alle Kinder, mit dem, was sie erreichen können. Und sie lernen, wie alle Kinder, im Spiel für den Ernstfall Leben. Wenn Kinder in der Antarktis zur Welt kommen, passen sie sich der Kälte und den kargen Bedingungen an und werden so lebenstüchtig. Kinder in afrikanischen Hütten nehmen vorlieb mit dem, was die Natur ihnen zum spielen gibt. Sie werden klug dabei und machen all die Erfahrungen, die sie für ihr späteres Leben brauchen. Unsere schmucken Kinder haben es schwerer, mit Erde, Löffel und Wasser zu spielen, als die meisten Kinder dieser Welt – und kein Wunder, wenn sie als Christbaum strahlen sollen. Doch Kind ist Kind. Irgendwann entdeckt jedes Kind, das es mehr kann und mehr will, als seine Umgebung ihm zutraut. Und je mehr ein Kind am eigenen Tun gehindert wird, desto stärker wächst der Wille, endlich die ständige Bevormundung und Gängelung abzuschütteln. Die kleinen Christbäume bocken, trotzen, weil sie merken, dass sie – ohne dass sie es so ausdrücken würden – Spielball der Wünsche von Erwachsenen, ihrer Eltern, sind, statt als eigenständige, unverwechselbare Persönlichkeit behandelt zu werden.

Da sie zugleich aber auch Lebenskünstler sind, halten sie lange still, bevor sie sich zum ersten Mal lautstark zu Wort melden. Und diese erste heftige Reaktion ist in der Regel ein glattes Nein. Recht haben sie, die kleinen Christbäume! Nur: Wie geht man mit ihnen um? Es macht doch so viel Spaß, für sie einzukaufen!

Babynahrung

Die Nahrung für einen Säugling ist eine ganz spezielle Kost, die der Diätverordnung unterliegt. Dies bedeutet, dass für die Babynahrung konkrete Mengen an Mineralstoffen, Vitaminen, Fetten, Eiweißen und auch Kohlenhydraten in einem bestimmten Mindestmaß vorhanden sein müssen. Darüber hinaus sollte die Nahrung eines Babys ohne die Verwendung von Gewürzen, Zucker, Salz, sowie Konservierungs- und Farbstoffen hergestellt werden.

Hersteller von Säuglingsnahrung müssen sich somit an die Verordnung halten. Aus diesem Grund wird Bio- Breinahrung aus Getreide mit künstlich hergestelltem Vitamin B 1 aufgewertet, um den vorgegeben Werten entsprechen zu können.


Für die Entwicklung des neugeborenen Kindes ist jedoch in den sechs ersten Monaten nach der Geburt das Stillen nach wie vor die beste Ernährung. Dies bedeutet insbesondere, dass der Säugling in der Zeit kurz nach der Geburt nur die Muttermilch zum Trinken erhält, ohne dass in irgendeiner Weise “zugefüttert” wird. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn die Mutter genügend Milch zur Verfügung hat und das Kind allgemein gesund und kräftig ist. Das Zufüttern wird in der Zeit der so genannten “Beikostbereitschaft” zwischen dem vierten und sechstem Lebensmonat nötig, bei allergiegefährdeten Kindern allerdings erst ab dem siebten Monat.

Das Stillen mit der Muttermilch ist zunächst die beste Ernährung für das Kind, da es nicht nur mit Nährstoffen versorgt wird, sondern auch mit den Antikörpern der Mutter. Hierdurch erhält das Baby einen ganz natürlichen Schutz gegen diverse Erkrankungen, auch wenn sein eigenes Immunsystem noch nicht entwickelt ist. Aus diesen Gründen ist eine Ernährung mit Muttermilchersatz nicht optimal, obwohl man versucht, die Bestandteile an die natürliche Milch der Mutter anzugleichen.


Spätestens nach dem siebten Lebensmonat bekommt das Baby dann die so bezeichnete Beikost. Zunächst wird die Nahrung durch zu Brei verarbeitetes Gemüse, Obst und auch Fleisch ergänzt. Diese Breis kann man kostengünstig selbst herstellen oder als Babynahrung in Gläschen kaufen. Die führenden Hersteller von Säuglingsnahrung verfügen über ein großes Sortiment, bei dem die Nahrung genauestens auf die Bedürfnisse des Kindes im jeweiligen Lebensalter abgestimmt ist. In der Regel enthalten diese “Fertiggerichte” jedoch Zuckerzusätze, die den Ansätzen der Zähne schaden können und eventuell auch zu Übergewicht führen können. Es empfiehlt sich somit, die Breisorten selbst herzustellen, um sich über die Inhaltsstoffe im Klaren zu sein. Zu Beginn können zunächst Breie aus Gemüsen wie beispielsweise Karotte oder Kürbis gegeben werden. Bei guter Verträglichkeit sollte das jeweilige Gemüse auch weiterhin gegeben werden. Fleisch wird zunächst eher schlecht vertragen, da das Verdauungssystem noch nicht so ausgebaut ist und sollte von daher erst später hinzugefügt werden. Auch Brei aus Obst wie vorher gedünstetem Apfel wird in der Regel gut vertragen und kann später auch mit Getreide aufgewertet werden.

Ab dem ersten Lebensjahr kann die Ernährung, je nach Verträglichkeit des Kindes, langsam an die der Eltern angeglichen werden, obwohl die Würzung der Speisen zunächst noch schonend ausfallen sollte.

Bewegung macht schlau

Kürzlich erhielt die Osnabrücker Sport- und Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Renate Zimmer den Bundesverdienstorden für ihr „Engagement zur Förderung von Bildung und Gesundheit durch Bewegung“ in Kindergärten und Schulen“. In einem Interview mit der Autorin unter anderem des Buches „Toben macht schlau“ äußerte sie sich zum Thema Bewegungsmangel bei Kindern, den Folgen und Möglichkeiten, die Situation zu verbessern.

Wegen des immer mehr zunehmenden Straßenverkehrs sind die Bewegungsräume der Kinder stark eingeschränkt. Hinzu kommt, dass die Medienangebote wie Fernsehen und Internet, aber auch die Spielekonsolen, die in der Beliebtheitsskala vieler Kinder weit vor dem „Draußenspielen“, das in früheren Generationen noch selbstverständlich für Kinder war, rangieren, aus den Kindern regelrechte Stubenhocker machen. Mehrere Stunden am Tag müssen die Kinder außerdem in der Schule sitzen. Gerade hier wären nach Prof. Zimmer Ansatzpunkte, den Bewegungsdrang der Kinder zu fördern und zu nutzen für besseres Lernen.

Frau Prof. Zimmer betont, dass von der Geburt an Kinder die Welt „begreifen“, sich also ihre Welt durch Greifen und Tasten und durch Krabbeln, Gehen, Klettern und Rennen aneignen. Jegliche Bewegung ist für die gesamte Entwicklung wichtig und ist die Basis allen Lernens. Auch die Sprachentwicklung wird gefördert, da häufig Bewegung Anlass für eine Sprachäußerung ist. Prof. Zimmer hat aktiv an der Entwicklung neuer Bildungs- und Orientierungspläne verschiedener Bundesländer mitgearbeitet, bemängelt allerdings, dass es noch stark an der praktischen Umsetzung hapert.


In den Schulen sieht es noch immer so aus, dass Frontalunterricht überwiegt, der Bewegungsdrang der Kinder eher als störend empfunden wird und die Tendenz dahin geht, dass sich die Schüler immer mehr Stoff in immer kürzerer Zeit einprägen müssen. Hinzu kommen große Schülerzahlen in den Klassen. Prof. Zimmer regt an, dass sich Lehrer gelegentlich die Bewegungsfreude der Kinder zu Nutze machen und „bewegtes Lernen“ in den Unterricht einbauen sollten. So könnte zum Beispiel das Lernen der Präpositionen mit einem Lernspiel mit Stühlen dem Bewegungsdrang der Kinder entgegenkommen, den Spaß am Lernen erhöhen und dazu verhelfen, dass „hinter dem Stuhl“, „neben dem Stuhl“, „zwischen den Stühlen“ sich viel besser einprägen. Auch Eltern können ihre Kinder zu Hause beispielsweise Vokabeln oder Geschichtszahlen beim Seilspringen üben oder ein Gedicht auswendig lernen lassen. Diese Bewegung hat zwar keinen unmittelbaren Bezug zum Lernstoff wie in dem vorherigen Beispiel, aber laut Prof. Zimmer fördert jede Art von Bewegung die Effektivität des Lernens.

Sportunterricht nimmt einen zu kleinen Teil des gesamten Unterrichts ein, fällt zu häufig aus oder wird von fachfremden Lehrern erteilt, bemängelt Prof. Zimmer. Es gehe nicht an, dass es Grundschulen gäbe ohne einen einzigen ausgebildeten Sportlehrer. Gerade im Grundschulalter kommt dem Sportunterricht für die weitere Entwicklung der Kinder eine bedeutende Rolle zu, und es erfordere eine fachlich qualifizierte Ausbildung, um auf die unterschiedlichen körperlichen Fähigkeiten der Kinder adäquat eingehen zu können. Bei der Stellenbesetzung in den Schulen dürfe nicht nur auf die Hauptfächer geachtet werden, denn ausgebildete Sportlehrer gäbe es genug.

Bildungsstandards für das Fach Sport zu entwickeln, ist schwierig wegen der so unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder, aber gewisse Grundanforderungen für bestimmte Altersgruppen sollten aufgestellt und deren Erfüllung beobachtet werden. So sollte zum Beispiel ein Kind in der vierten Grundschulklasse „schwimmen, sein Alter in Minuten laufen und mit einem Ball auf vielfältige Weise umgehen“ können. Da selbst diese einfachen Forderungen in sehr vielen Fällen nicht erfüllt werden, spricht Prof. Zimmer davon dass die Grundschulen häufig „körperliche Analphabeten“ entlasse.


Ist eine Besserung der Situation in Sicht? In einigen Bundesländern gibt es inzwischen Projekte und Initiativen zum „Bewegungskindergarten“ zum Umsetzen bewegungspädagogischer Konzepte in Kindergärten. Immerhin 26 Modellkindergärten nehmen an dem Projekt „Kinder bewegen“ der Deutschen Olympischen Gesellschaft teil.

Eine Studie zum Sportunterricht in Deutschland deckte kürzlich auf, dass an weiterführenden Schulen jede vierte Sportstunde ausfällt und in den Grundschulen etwa die Hälfte der Sportunterricht erteilenden Lehrer keine Fachkräfte seien. Von einem qualifizierten Schwimmunterricht an deutschen Schulen könne keine Rede sein. Im Hinblick darauf, dass im vergangenen Jahr so viele Kinder und Jugendliche ertrunken sind wie seit 1945 noch in keinem Jahr, sei das mehr als bedenklich, so der Leiter dieser Studie, Prof. Dr. Wolf-Dieter Brettschneider von der Universität Paderborn.

Aus diesem Anlass wurden Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung des Schulsports erarbeitet. Es soll die „bewegungsfreudige Schule“ gefördert und „Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote als zentrale Bestandteile der Gesundheitsförderung“ entwickelt werden. Die Anzahl der Unterrichtswochenstunden im Fach Sport soll erhöht werden. Bleibt zu hoffen, dass dieser Theorie die Praxis folgen wird.

Checkliste – Ist mein Kind schulreif?

Zur Einschulung brauchen Kinder bestimmte Fähigkeiten. Mit der folgenden Checkliste können Sie schon einmal prüfen, wie es um die Schulreife Ihres Kindes bestellt ist. Je mehr Fragen Sie mit Ja beantworten können, desto leichter fällt Ihrem Kind der Schulalltag.

Zur körperlichen Entwicklung:

- Kann Ihr Kind auf einem Bein hüpfen, rückwärts laufen, auf einem Balken balancieren, einen Ball werfen und fangen?
- Kann es sich ohne Hilfe an- und ausziehen, Schleifen binden und Knöpfe öffnen und schließen? Kann es mit einer Schere einfache Formen ausschneiden? Kann es Bilder ausmalen, ohne dass die Umrisse überkritzelt werden?
- Entspricht die Körpergröße Ihres Kindes seinem Alter und verfügt es über eine stabile Gesundheit?

Zur geistigen Entwicklung:

- Kann Ihr Kind flüssig sprechen und versteht es sprachliche Anweisungen? Kann es sich Liedtexte oder Verse merken und eine kurze Geschichte in eigenen Worten wiedergeben?
- Kann es mindestens bis zehn zählen, einfache Mengen erkennen und Gegenstände nach Größe und Form ordnen? Beherrscht es Spiele wie Memory und Puzzle?
- Kann es sich längere Zeit auf eine Sache konzentrieren? Zeigt es Interesse an Spiel- und Lernangeboten? Entwickelt es eigene Spielideen? Bringt es Aufgaben selbstständig zu Ende?

Zur sozialen und emotionalen Entwicklung:

- Hat Ihr Kind Freude am Spiel in der Gruppe? Knüpft es leicht Kontakte? Kann es sich einfügen und die Regeln einer Gruppe akzeptieren?
- Kann es seine eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und äußern, aber gegebenenfalls auch zurückstellen? Hat es gelernt, mit Konflikten umzugehen? Ist es fähig, Kompromisse zu schließen?
- Kann es sich im vertrauten Umfeld leicht von den Eltern lösen? Kann es Enttäuschungen oder einen kleinen Schmerz ohne den Trost der Eltern ertragen?

Zur Vorbereitung auf die Schule können Eltern viel tun, denn Kinder sind von Natur aus neugierig und Eltern können sie darin unterstützen.

Ein paar Tipps hierzu:

- Ermuntern Sie Ihr Kind dazu, zu sprechen und eine eigene Meinung zu haben. Lassen Sie es erzählen, was es im Kindergarten erlebt hat und wie es die Gute-Nacht-Geschichte findet.
- Motivieren Sie Ihr Kind, an einem Tisch im Kinderzimmer selbstständig kleine Aufgaben zu erledigen. Loben Sie es, wenn es die Sache konzentriert zu Ende gebracht hat.
- Bieten Sie Ihrem Kind immer wieder körperliche und geistige Anregungen. Lassen Sie es neue Spielplätze und altersgerechte Sportarten ausprobieren und besuchen Sie gemeinsam Büchereien und Museen.
- Übertragen Sie Ihrem Kind Verantwortung für den eigenen Körper (waschen, zähneputzen etc.) und für den Haushalt (z.B. Müll zur Mülltonne bringen, aufräumen).
- Gewöhnen Sie Ihr Kind rechtzeitig daran, sich in großen, lauten Gruppen aufzuhalten.
- Trainieren Sie zu Hause, z.B. beim Spielen von „Mensch ärgere dich nicht“, den Umgang mit Zorn, Ungeduld und Frustration.

Das erste Mal verliebt – Der erste Freund/Freundin

Auch für die Eltern ist es oft kein leichtes Thema, wenn es um den ersten Freund der Tochter oder die erste Freundin des Sohnes geht. Die “Schwierigkeiten”, die man als Elternteil mit dieser wichtigen Entwicklungsphase des Kindes hat, liegen auf der Hand: Es besteht die Angst, dass das eigene Kind zu schnell erwachsen und reif wird, kein Interesse mehr an den Eltern hat und seiner eigenen Wege gehen möchte. Vielleicht erfährt man selbst erst viel später, das sich eine “erste Liebe” im Leben des Sohnes oder der Tochter entwickelt hat. Hieran erkennt man dann, dass es auch für den Jugendlichen nicht einfach ist, dieses Thema vor seinen Eltern offen darzulegen. Es beginnt hier eine Phase, die besonders wichtig für die Entwicklung ist und auch nicht umgangen werden sollte. Der oder die Heranwachsende beginnt seine Sexualität zu fühlen und möchte diese zunächst ausprobieren, erproben und später auch ausleben. Auch wenn er sich selbst vermutlich nicht eingestehen würde, ist er unsicher und weiß selbst nicht genau, wie er sich mit der neuen Situation arrangieren soll. Er hat wahrscheinlich auch Zweifel, seinen Eltern von der ersten Liebe zu erzählen, da er fürchtet auf Unverständnis zu stoßen.

Als Elternteil sollte man das Thema auf keinen Fall totschweigen oder sogar veralbern, sondern vielmehr auf das “Kind” versuchen einzugehen. Wichtig ist hierbei insbesondere, dass man Interesse an der neuartigen Situation zeigt, anstatt mit Unverständnis oder sogar Verboten zu reagieren. Abwertende Reaktionen führen meistens eher dazu, dass der Teenager trotzig reagiert und in Zukunft nicht mehr über solche Themen mit seinen Eltern sprechen möchte, lügt und Freunde verheimlicht. Im Gegensatz dazu kann man locker und aufgeschlossen reagieren und den Freund oder die Freundin zu sich nach Hause einladen, um sich gegenseitig kennen lernen zu können. Ein solches Verhalten vermittelt dem Jugendlichen, dass sich die Eltern für seine Gefühlswelt interessieren und sie nicht als alberne Schwärmereien abtun.

Wurde somit von Anfang an immer offen über Themen dieser Art gesprochen, fällt es dem Jugendlichen um so leichter, sich auch seinen Eltern anzuvertrauen und die erste Liebe zu Hause vorzustellen. Dies erleichtert im Grunde alles, was mit dem Thema in Verbindung steht. Der Teenager kann seine/n Freund/in mit nach Hause bringen, in die Familie einbinden und ganz offen über eventuelle Probleme sprechen ohne sich dabei schämen zu müssen. Denn gerade im Bereich der Sexualität und der ersten Erfahrungen spielt eben auch die Akzeptanz der Eltern eine große Rolle. Ohne geheime Treffen oder diverse Notlügen mit Gewissensbissen kann die erste Liebe viel intensiver, stressfreier und schöner empfunden werden.

Der Grundstein für eine positive Entwicklung der Sexualität und der Gefühlswelt ist folglich ein vertrautes, gutes und vor allem auch freundschaftliches Verhältnis zu den Eltern. Bei Verboten werden die Eltern hingegen nur auf Unverständnis und Ablehnung mit nach sich ziehender Geheimnistuerei stoßen. Vertrauen und Verständnis sind hier am Wichtigsten.

Das gesunde Pausenbrot

Ein gesundes Pausenbrot ist in der Kindergartenzeit wie auch in der Schulzeit unverzichtbar. Gerade in der Kindergartenzeit sollte man damit beginnen, dem Kind zu erklären, dass zwischen dem Spielen, Malen und Basteln Pausen zum Erholen und Stärken gemacht werden sollen. Hierbei ist es wichtig, dass die Kinder wieder zur Ruhe kommen und gelassen ihr Pausenbrot zu sich nehmen. Da Kinder grundsätzlich viel Energie bei allem, was sie tun, verbrauchen, ist ein nahrhaftes Pausenbrot wichtig. Hierzu gehört natürlich auch ein gesundes Getränk wie beispielsweise Wasser oder Tee, da Milch nicht den Durst löscht.

Normalerweise stellt sich Zuhause bereits raus, was Kinder gerne auf das Brot essen oder dazu essen. Hierbei ist zu beachten, wenn Kinder es gewohnt sind, kein Brot mit Wurst oder Käse zu frühstücken, dann wird es auch mit dem Pausenbrot schwierig. Das Frühstück findet in der Regel Zuhause statt, am Esstisch, und wenn möglich nicht alleine. Wenn gefrühstückt wurde, dann wird das Pausenbrot gemacht. Es stehen noch alle Leckereien wie Wurstaufschnitt, oder Käsescheiben auf dem Tisch, und das Kind kann seinen Brotbelag selbst wählen.

Hierbei gibt es wie beim Frühstück keine Diskussion über Marmelade oder Nougatcreme auf dem Brot. Am Besten diese Naschereien stehen erst gar nicht auf dem Tisch, und es wird auch nicht von den Eltern vorgegessen. Kinder, die das gewohnt sind, freuen sich riesig auf ein Pausenbrot mit Käse oder Salami und dann am besten noch ein Stück Obst. Somit haben diese Kinder ein absolut gesundes, nahrhaftes und sättigendes Pausenbrot. Sollten Kinder keinen Wunsch haben, was ihr Pausenbrot anbelangt, so wird einfach der vermeintliche Lieblingsbelag genommen.

In den meisten Kindergärten werden die Kinder über gesunde Ernährung und Essen allgemein aufgeklärt. Oftmals wird auch das Mitbringen von Süßigkeiten in der Brotdose verboten. Das ist in jedem Fall nützlich, denn gerade in der Kindergartenzeit haben die Kinder dann mal keine Süßigkeiten zu sich genommen und lernen, sich beispielsweise auch mit einem Stück Obst zu begnügen.
Falls Kinder gar nicht gerne Brot essen, was schade ist, da Brot viele Kohlehydrate enthält und somit Energie liefert, dann gibt man dem Kind eben einen Joghurt mit.
Das einfachste Essen erfüllt meistens seinen Zweck. Sobald man anfängt, irgendwelche Müsliriegel oder Fruchtzwerge mitzugeben, ist der Effekt des Pausenbrotes schon weg. Kein Nährwert, keine Vitamine, keine Frischkost. Das Kind lernt so, dass zum normalen Essen, wozu auch das Pausenbrot zählt, nun auch Fruchtzwerge und jegliche Müsliriegel zählen. Hierbei ist noch zu betonen, dass in den Riegeln meistens alles andere als herkömmliches Müsli enthalten ist.

Im Kindergartenalter kann man den Geschmack und die Vorlieben des Kindes gut von Zuhause steuern. Meistens ist das Kind, was die Eltern essen. Wenn man selbst Marmelade auf das Brot macht, darf man es auch dem Kind nicht verbieten. Andererseits sind die Eltern immer Vorbild, das bedeutet, wenn der Papa Salami ist, und so groß und stark ist, dann muss da schließlich was dran sein. Wichtig ist immer, nicht jede Wurst oder jeder Käse schmeckt, das geht Erwachsenen auch so. Also den Kindern immer ihre Lieblingswurst anbieten, auch mal was neues, aber auf den Geschmack des Kindes eingehen, dann gibt es eine Konflikte.

Was im Kindergarten dann erfolgreich gemeistert wurde, wird in der Schule erneut zum Kampf führen. Hier gibt es viele leckere Sachen am Kiosk wie Süßes, Brötchen statt Brot und andere Sachen. Hier kann man nur noch an die Vernunft der Kinder appellieren und sich auf seine Vorarbeit stützen. Entweder Schulkinder essen ihr Pausenbrot, oder sie tun es nicht. Als Eltern sollte man sich aber immer sagen können, ich habe das gesunde Pausenbrot gemacht oder zumindest angeboten.

Die Aufklärung und Das erste Mal

Für die Eltern ist die Pubertät mindestens eine genauso große Herausforderung wie für den Teenager selbst. Aus dem kleinen, niedlichen Kind wird langsam ein erwachsener Mensch, der mehr und mehr seinen eigenen Kopf bekommt und seine eigenen Vorstellungen davon, was richtig und falsch ist. Die Eltern können in dieser Phase der Entwicklung nur noch zur Seite stehen und versuchen dem Kind zu helfen, wenn es Probleme hat.

Auch die Sexualität beginnt sich in der Pubertät zu entwickeln. Der Teenager ist zum ersten Mal verliebt und hat irgendwann auch einen Freund oder eine Freundin. Spätestens zu diesem Zeitpunkt machen sich die meisten Eltern Gedanken darüber, ob ihr Kind auch schon Sex haben möchte. Empfehlenswert ist eine rechtzeitige Aufklärung des Kindes, auch wenn die Sexualität noch nicht im Vordergrund steht.

Bei vielen Eltern entsteht ein Schamgefühl wenn es darum geht, dem Kind das Sexualleben zu erklären. Doch ein lockerer, unbefangener Umgang mit diesem Thema ermöglicht dem Kind seine eigene Sexualität ohne Scham und Angst zu entdecken.

Ein wichtiger Aspekt den Eltern mit ihrem Teenagerkindern besprechen sollten, ist die Verhütung. Die Erwachsenen sollten keine Scheu haben, dem Kind die richtige Handhabe von Pille und Kondom zu erklären. Auch der Besuch des Frauenarztes sollte Töchtern ermöglicht werden. Nur wenn das Kind Vertrauen in seine Eltern hat, kann es auch über Sexualität mit ihnen sprechen. Allerdings sollten Eltern keine penetranten Fragen stellen, wenn das Kind den ersten Partner mit nach Hause bringt. Ist das Verhältnis gut, wird der Teenager irgendwann von selbst berichten, das er das erste Mal bereits erlebt hat. Doch selbst wenn das Kind kein Bedürfnis hat darüber zu reden, sollten Eltern nicht nachforschen. Wenn das Kind in früheren Jahren aufgeklärt wurde und wenn es Bescheid weiß über Verhütung und mögliche Folgen beim Verzicht darauf, wird es verantwortungsvoll und selbstständig mit dem Thema Sexualität umgehen.

Die richtige Ernährung während der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft muss die werdende Mutter zwar nicht die Menge für zwei Personen essen, wohl aber ihre Vitamin- und Mineralstoffzufuhr erhöhen, um sowohl den eigenen wie auch den Bedarf des Kindes zu decken.

So hat eine Schwangere zum Beispiel bereits in den ersten Monaten einen erhöhten Bedarf Eiweiß, Kalzium, Zink und Folsäure. Weiterhin steigert sich der Bedarf an Eisen um bis zu 100%, was in der Ernährung beachtet werden sollte.
Hierzu ist es in der Regel nicht nötig, dass gesunde Mütter Vitaminpräparate zu sich nehmen. Eine ausgewogene Ernährung sowie die Vermeidung risikoreicher Lebensmittel sind bereits ausreichend, dass sich das Kind gesund entwickelt und auch die Mutter mit viel Energie durchs Leben geht.
Wie bei jedem Menschen sollte sich die Ernährung nach der Ernährungspyramide richten.
Daher sind Getreideprodukte sowie Brot und Kartoffeln die ideale Basis. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Weißbrot und Brötchen möglichst gemieden werden, denn sie verlangsamen die Verdauung, was bei Schwangeren, die ohnehin meist mit Verdauungsproblemen zu kämpfen haben, diese zusätzlich verschlechtern können. Besser ist es daher, auf Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornreis zurückzugreifen, denn so wird die Verdauung stabilisiert und sogar verbessert.
Eine weitere wichtige Säule der Ernährungspyramide ist Obst und Gemüse. Durch sie wird man aufgrund der hierin enthaltenen Ballaststoffe schnell satt und spart dabei noch Kalorien.


Um die im Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine und Nährstoffe zu erhalten, sollten sie möglichst roh verzehrt werden. Allerdings kann auch dies bei Schwangeren zu Verdauungsproblemen führen. Dies kann zum Beispiel durch Garen vermieden werden, durch das die Vitamine aber weitgehend erhalten bleiben.
Beim Obst und Gemüse sollte man in jedem Fall auf eine ausgewogene Mischung achten und möglichst Sorten der Saison verzehren, denn diese werden nicht aus weit entfernten Ländern nach Deutschland transportiert, wodurch die enthaltenen Vitamine entweichen können.
Auch sollte man darauf achten, dass das Obst und Gemüse gut gewaschen ist, um die Aufnahme von Schadstoffen zu vermeiden.

Weiterhin gehören zum Speiseplan einer Schwangeren natürlich viel Milch und Milchprodukte, denn sie liefern Eiweiß und Kalzium, dass für den Knochenaufbau des Kindes unbedingt benötigt wird.
Hierbei sollte man jedoch auf Rohmilch verzichten, denn auch sie kann Schadstoffe aufweisen, die in Joghurts oder haltbarer Milch bereits entfernt wurden.
Obwohl Fett nur in geringem Maße aufgenommen werden soll, gehören Fleisch und Eier aufgrund der hierin enthaltenen großen Mengen an Eiweiß, Eisen und B-Vitaminen ebenfalls auf den Speiseplan. Wissenschaftler empfehlen hierbei wenigstens 2-3 Portionen pro Woche.


Auf rohe Eier oder rohes Fleisch sollte allerdings verzichtet werden.
Neben Fleisch gehört natürlich auch Fisch zu einer ausgewogenen Ernährung, der wegen seines hohen Gehaltes an Jod wenigstens einmal pro Woche gegessen werden sollte.
Wer selbst keine Zeit hat, Fisch zuzubereiten, kann sich natürlich auch eine Fischsemmel am Kiosk kaufen.

Wie für alle Menschen gilt auch für Schwangere, dass während des Tages viel getrunken werden sollte. Dies reguliert im Übrigen auch die Verdauung.
Zwei Liter Mineralwasser sind hierbei optimal. Wer Mineralwasser pur nicht mag, kann es auch mit Säften mischen. Auf Alkohol oder zu viel Kaffee sollte jedoch verzichtet werden.

Die Taufe – ein schöner Abschnitt im Leben der jungen Eltern

Für junge Eltern ist die Geburt ihres Kindes einer der schönsten Momente im Leben. Das eigene Baby im Arm zu halten, bedeutet für die Eltern sehr viel. Doch auch Eltern müssen erst einmal in ihre Rolle wachsen, müssen sich an die verschiedenen Situationen gewöhnen und sich auf ihr Kind einstellen. Und auch für das Baby bedeutet das Heranwachsen sehr viel, es lernt neue Dinge kennen und wird sich zu einer eigenen kleinen Persönlichkeit entwickeln.

Während des Heranwachsen des Kindes erleben die Eltern und das Kind etliche Abschnitte, die sehr viel Schönes mit sich bringen. Und neben der Geburt ist einer dieser Momente die Taufe, sozusagen das erste große Ereignis für Eltern, Kind, Paten und Verwandten. Meist wird das Baby in den ersten Lebensmonaten getauft, es wird damit in die Gemeinde der Christen aufgenommen. Und aus diesem Grund legen die Eltern großen Wert darauf, dass es ein schönes Fest wird und alles dementsprechend gelingt. Für die Eltern bedeutet dies, dass das Baby und sie selbst feierlich gekleidet sind und auch die Feier in einem entsprechenden Rahmen statt findet. Auch um dem Kind, wenn es größer ist, zu zeigen, wie die Taufe war, werden gerade an dem Tag der Taufe sehr viele Bilder und Videoaufnahmen gemacht.

Im Mittelpunkt der Taufe steht eindeutig das Baby. Aus diesem Grund bekommt es ein Taufkleidchen an, damit es an diesem Tag schön aussieht. Manche Eltern halten von diesem Taufkleidchen nicht so viel und kleiden ihr Baby ganz normal. In vielen Gemeinden wird auch die Kirche festlich geschmückt, mit Blumengebinden und Schleifen an den Bankreihen. Vielerorts hat es sich auch eingebürgert, dass bei einer Taufe die anwesenden Personen kleine Tütchen geschenkt bekommen, die Süßigkeiten enthalten. Diese sind mit einer kleinen Schleife zugebunden, an denen ein kleiner Anhänger mit dem Namen, dem Geburtsdatum und dem Taufdatum des Babys angebracht ist. Auch die Tafel, sprich der Tisch, an dem die Taufe im Anschluss mit den Paten und Verwandten gefeiert wird, sollte schön geschmückt sein. Bei einer Taufe wird sehr gerne weiß genommen, da diese Farbe einfach Festlichkeit und Schönheit vermittelt, dazu werden meist die Farben rosa oder blau genommen, je nachdem, ob es Junge oder Mädchen ist. Bei der Taufe ist es Brauch, dass die Taufpaten und die Verwandten dem Täufling Geschenke mitbringen. In der Regel müssen die Taufpaten etwas tiefer in die Tasche greifen, so dass sich in diesem Fällen als Geschenke Taufringe, kleine Kettchen mit einem Anhänger oder kleine Armbänder anbieten. Viele Paten legen auch für das weitere Leben des Kindes ein Sparbuch an, auf dem sie Einzahlungen vornehmen, um den Kind später ein kleines Startkapital auf den Weg zu geben. Ist man auf einer Taufe eingeladen, sollte man auch eine schöne Glückwunschkarte mit Taufsprüche schenken.

Drillinge

Etwas ganz besonderes ist es schon wenn Drillinge geboren werden. Es gibt sehr wenige Drillinge, noch weniger als Zwillinge. Für die werdende Mutter muss so eine Nachricht wirklich ein ganz schöner Schock sein. Doch auch mit Drillingen kann es eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft geben. Nur die Geburt sollte dann doch besser mit einem Kaiserschnitt gemacht werden. Drillinge kommen meistens früher als die normalen 9 Monate zu Welt. Auch sind die Kinder kleiner als andere Kinder wenn sie zu Welt kommen. Schließlich müssen sie sich den Platz im Bauch der Mutter auch teilen. Viele Drillinge müssen deshalb in den ersten Tagen oder Wochen sogar noch im Krankenhaus bleiben. Erst wenn sie wirklich in ihrer Entwicklung so weit sind, wie Kinder die normal nach neun Monaten geboren werden, dann können sie nach Hause gelassen werden.

Eine so genannte Mehrlingsgeburt gibt es nur sehr selten, besonders auf natürlichem Wege. Viele Kinderlose Ehepaare versuchen alles um Kinder zu bekommen. Doch manchmal helfen alle natürlichen Methoden nicht mehr. Dann hilft nur noch die Künstliche Befruchtung. Bei dieser gibt es jedoch verschiedene Methoden. Doch nur bei einer entsteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit Mehrlinge zu bekommen. Das ist die „In Vitro Fertilisation“ in denen Sperma und Eizelle im Reagenzglas zusammen geführt werden und dann in die Gebärmutter eingesetzt werden. Dies muss mit mehreren befruchteten Einzellen geschehen, denn nur dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass zumindest eine nicht von der Gebärmutter abgestoßen wird. Nur wenn es mindestens eine schafft sich festzusetzen, dann kommt es zur Schwangerschaft. Setzten sich schließlich mehrere Eizellen fest, kann es zu Mehrlingen kommen. Diese sehe sich aber nicht unbedingt ähnlich, weil sie schließlich aus unterschiedlichen Einzellen stammen. Doch es kann auch während der Teilung der Eizelle vorkommen, dass aus einer Eizelle zwei Kinder entstehen.

Doch die Schwangerschaft von Mehrlingen ist sehr Risiko reich. Unter anderen könnten für die Mutter Komplikationen auftreten wie: Vermehrte Wassereinlagerungen, Krampfadern, Blutarmut oder auch übermäßige Fruchtwasserbildung. Auch kann es häufiger passieren, dass den Kindern ihre oder die Nabelschnur der Geschwister um den Hals wickeln, während sie sich im Mutterleib drehen. Auch gibt es manchmal denn Fall, dass eines der Kinder im Mutterleib zu getötet werden muss, weil es entweder Behindert ist oder um die Überlebens- und Entwicklungschancen der Kinder zu erhöhen. Dies wird aber nur angewandt, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt das Kind und die anderen Kinder anderweitig zu helfen. Eine Drillingsgeburt ist also insgesamt wesendlich Risikoreicher als andere. Dennoch bleib es ein seltenes und schönes Ereignis.

« Prev - Next »