Gewalt an Kindern
Gewalt an Kindern ist ein brandaktuelles Thema. Es wird in den Medien aufwendig verfolgt und von der Gesellschaft hoch verachtet. Doch das war nicht immer so. Es gab Zeiten in der Vergangenheit, da gehörte Gewalt am Kind zum guten Ton. Es handelt sich um den Bereich der so genannten “Schwarzen Pädagogik”, welcher besonders durch den Deckmantel der Disziplinierung weltweit angestrebt und ausgeübt wurde. Gewalt am Kind wurde nicht angeprangert. Doch haben sich die Werte und Normen der Gesellschaft allgemein verändert. Gewalt an Kindern ist als “soziales Problem” definiert. Nur manche Menschen bzw. Eltern scheinen noch in einer Vorstufe der gesellschaftlichen Entwicklung hängen geblieben zu sein. Die Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern stirbt dadurch nicht gänzlich aus, sondern wird nur im Verborgenen praktiziert und glücklicherweise eingedämmt und somit in Rahmen gehalten. Die Gesellschaft hat allgemein eine Sensibilität durch die große Medienpräsenz entwickelt.
Doch kann das auch zu Missverständnissen führen. Menschen können unschuldig durch einen blöden Zufall verdächtigt werden. Man steht als Eltern generell auf dem Prüfstand und ist in der Pflicht sich zu rechtfertigen, wenn das Kind zum Beispiel eine Verletzung durch das Spielen und Toben erlitten hat. Doch nehmen wir das nicht gerne auf uns, wenn sich die Situation für unsere Kinder somit verbessert?
Die regelmäßigen U-Untersuchungen sollen eine Möglichkeit bilden dem Staat durch die praktizierenden Kinderärzte eine großflächige Überprüfung des Gesundheitszustandes des Nachwuchses gewährleisten.
Ob diese allerdings Fälle von Misshandlung und Vernachlässigung verhindern oder durch diese erkannt werden, ist fragwürdig. Es werden sicherlich Schlupflöcher gefunden, dem Auge des Gesetzes zu entgehen. Ob es jemals eine hundertprozentige Methode zur Verhinderung der Gewalt am Kind gibt, ist nicht gesagt. Doch würde es nicht auch einen zu großen Eingriff in die Privatsphäre des Menschen bedeuten?
Es gibt zwar viele Möglichkeiten den Begriff der Gewalt zu definieren, doch eigentlich sagt es uns doch unsere Moral und unser Herz, was Gewalt ist. Kinder müssen geschützt werden. Sie stellen unser wertvollstes Gut dar. Nicht nur im Bezug auf die Zukunft. Physische, aber auch psychische Gewalt kann ein Kind brechen. Physische Gewalt an Kindern schließt auch immer die psychische Form mit ein. Jegliche Handlung sollte demnach bewusst geprüft und überlegt sein, um das zu verhindern. Kinder sind zwar keine rohen Eier und manchmal zäher, als man sich vorstellen kann. Aber jede Handlung oder Unterlassung hinterlässt seine Spuren, wenn auch nur im Unterbewusstsein.
Es handelt sich bei der Begrifflichkeit der Gewalt um eine Grenzüberschreitung verschiedener Art. Die Grenze ist individuell festgelegt. Was für das eine Kind in Ordnung und nicht erwähnenswert ist, kann ein anderes zerstören.
Man hört immer wieder in den Nachrichten Presseberichte von Fällen der Vernachlässigung von Kindern. Es besteht allerdings bei der Überflutung durch die Medien die Gefahr diesbezüglich abzustumpfen. Das Gegenteil der angestrebten Sensibilisierung der Gesellschaft würde erreicht werden. Kann man dem entgegenwirken? Wie kann die Aufmerksamkeit der Gesellschaft für das Thema aufrechterhalten werden?
Popularity: 27% [?]









4. Dezember, 2008 um 17:02
Also ich finde es ganz schrecklich, wenn Eltern Ihre Wut an den Kindern auslassen. Gerade gestern hab ich mir die Super Nanny auf RTL angeschaut. Es war ganz furchtbar mit anzusehen, wie die Mutter auf ihr Kind losgegangen ist, trotz, dass die Kamera dabei war. Ich möchte gar nicht wissen, wie es dort zugeht, wenn nicht die halbe Welt dabei zusieht.
Das Kind ist dann dank der Supernanny und dem Jugendamt in eine Pflegefamilie gekommen, bis sich die Mutter wieder eingekriegt hat.
Solchen Eltern gehören die Kinder echt für immer abgenommen! Und es macht mich sauer, dass es so viele Kinder gibt, die diese Qualen erleiden müssen und bei denen nicht die Super Nanny kommt und eingreift! Das schlimme ist, dass die meisten Eltern denken, es läge an den Kindern, dass der Haussegen schief hängt.