Einzelkinder
Einzelkinder sind ganz klar Kinder, die keine weiteren Geschwister haben. Ihre Eltern haben sich entschieden nur ein Kind groß zu ziehen, was in der heutigen Gesellschaft keine Seltenheit mehr ist. Noch immer gibt es Großfamilien in denen es um die 8 Kindern gibt, doch diese werden immer seltener in Deutschland. Sie werden sogar in der Gesellschaft verspottet und nicht wenige leben in den Unterschichten der Gesellschaft. So viele Kinder heut zu Tage noch satt zu kriegen ist wirklich nicht leicht. Deshalb ist es kein Wunder, dass es immer mehr Einzelkinder gibt.
Über Einzelkinder gibt es viele Vorurteile. Sie seien egoistisch, verwöhnt und einsamer als Kinder die Geschwister haben. Doch diese Vorurteile sind im Großen und Ganzen nicht wahr. Für die Entwicklung des Kindes ist es nicht unbedingt entscheiden, ob es mit Geschwistern aufwächst oder nicht. Entscheiden ist ehr, wie die Eltern mit dem Kind letztendlich umgehen. Verwöhnen sie es natürlich sehr und lassen sie es kaum mit anderen Kindern spielen, dann wird es natürlich doch sehr verwöhnt und einsam.
Die Eltern von Einzelkindern sind statistisch gesehen wohlhabender, als Eltern die mehrere Kinder haben. Sich nur um ein Kind zu kümmern ist schließlich auch viel einfacher und im Verhältnis günstiger. So ist die Karierechance der Mutter viel höher, denn sie ist nicht so oft im Mutterschaftsurlaub wie andere. Da beide Elternteile arbeiten können, ist auch für die ganze Familie mehr Geld da. Geld für Urlaub, Markenklamotten und eine größere Wohnung. Doch um das ganze Geld zu verdienen, bleibt kaum mehr viel Zeit für das Einzelkind. Viele werden daher früh in den Kindergarten gesteckt und wenn sie in die Schule gehen, müssen sie nachmittags in den Hort gehen. Und wenn es sich die Eltern richtig leisten können, kommt das Kind aufs Internat. Denn dann bekommt es eine gute Ausbildung. Doch das Einzelkind wird so nur von seinen Eltern entfremdet. Zwar hat es dann eine gute Ausbildung und auch immer mehr Geld als andere Kinder, doch es fehlt doch erheblich am Familienbezug.
Schließlich erleben Einzelkinder nie ein Familienleben so, wie die Kinder die mehrere Geschwister haben. Da hat man nicht immer ein eigenes Zimmer und man muss sogar die alten Sachen der älteren Geschwister tragen. Sie erleben nie, wie es ist wenn man sich mit den Geschwistern streitet, aber sich auch wieder versöhnen kann. Viele Geschwister sind untereinander gute Freude und helfen sich auch noch später, wenn sie von zu Hause ausgezogen sind. Auch ist die ganze Familie größer, als wie beim Einzelkind. Ein Einzelkind wird nie Onkel oder Tante und sind die Eltern tot, so ist es zwar Alleinerbe, doch es steht auch ganz alleine mit seiner Trauer da.
Fazit ist, dass Einzelkinder nicht immer so werden, wie es die Vorurteile immer sagen. Doch sie wachsen in eine ganz andere Art von Familie auf.