Die richtige Ernährung während der Schwangerschaft
Während einer Schwangerschaft muss die werdende Mutter zwar nicht die Menge für zwei Personen essen, wohl aber ihre Vitamin- und Mineralstoffzufuhr erhöhen, um sowohl den eigenen wie auch den Bedarf des Kindes zu decken.
So hat eine Schwangere zum Beispiel bereits in den ersten Monaten einen erhöhten Bedarf Eiweiß, Kalzium, Zink und Folsäure. Weiterhin steigert sich der Bedarf an Eisen um bis zu 100%, was in der Ernährung beachtet werden sollte.
Hierzu ist es in der Regel nicht nötig, dass gesunde Mütter Vitaminpräparate zu sich nehmen. Eine ausgewogene Ernährung sowie die Vermeidung risikoreicher Lebensmittel sind bereits ausreichend, dass sich das Kind gesund entwickelt und auch die Mutter mit viel Energie durchs Leben geht.
Wie bei jedem Menschen sollte sich die Ernährung nach der Ernährungspyramide richten.
Daher sind Getreideprodukte sowie Brot und Kartoffeln die ideale Basis. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Weißbrot und Brötchen möglichst gemieden werden, denn sie verlangsamen die Verdauung, was bei Schwangeren, die ohnehin meist mit Verdauungsproblemen zu kämpfen haben, diese zusätzlich verschlechtern können. Besser ist es daher, auf Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornreis zurückzugreifen, denn so wird die Verdauung stabilisiert und sogar verbessert.
Eine weitere wichtige Säule der Ernährungspyramide ist Obst und Gemüse. Durch sie wird man aufgrund der hierin enthaltenen Ballaststoffe schnell satt und spart dabei noch Kalorien.
Um die im Obst und Gemüse enthaltenen Vitamine und Nährstoffe zu erhalten, sollten sie möglichst roh verzehrt werden. Allerdings kann auch dies bei Schwangeren zu Verdauungsproblemen führen. Dies kann zum Beispiel durch Garen vermieden werden, durch das die Vitamine aber weitgehend erhalten bleiben.
Beim Obst und Gemüse sollte man in jedem Fall auf eine ausgewogene Mischung achten und möglichst Sorten der Saison verzehren, denn diese werden nicht aus weit entfernten Ländern nach Deutschland transportiert, wodurch die enthaltenen Vitamine entweichen können.
Auch sollte man darauf achten, dass das Obst und Gemüse gut gewaschen ist, um die Aufnahme von Schadstoffen zu vermeiden.
Weiterhin gehören zum Speiseplan einer Schwangeren natürlich viel Milch und Milchprodukte, denn sie liefern Eiweiß und Kalzium, dass für den Knochenaufbau des Kindes unbedingt benötigt wird.
Hierbei sollte man jedoch auf Rohmilch verzichten, denn auch sie kann Schadstoffe aufweisen, die in Joghurts oder haltbarer Milch bereits entfernt wurden.
Obwohl Fett nur in geringem Maße aufgenommen werden soll, gehören Fleisch und Eier aufgrund der hierin enthaltenen großen Mengen an Eiweiß, Eisen und B-Vitaminen ebenfalls auf den Speiseplan. Wissenschaftler empfehlen hierbei wenigstens 2-3 Portionen pro Woche.
Auf rohe Eier oder rohes Fleisch sollte allerdings verzichtet werden.
Neben Fleisch gehört natürlich auch Fisch zu einer ausgewogenen Ernährung, der wegen seines hohen Gehaltes an Jod wenigstens einmal pro Woche gegessen werden sollte.
Wer selbst keine Zeit hat, Fisch zuzubereiten, kann sich natürlich auch eine Fischsemmel am Kiosk kaufen.
Wie für alle Menschen gilt auch für Schwangere, dass während des Tages viel getrunken werden sollte. Dies reguliert im Übrigen auch die Verdauung.
Zwei Liter Mineralwasser sind hierbei optimal. Wer Mineralwasser pur nicht mag, kann es auch mit Säften mischen. Auf Alkohol oder zu viel Kaffee sollte jedoch verzichtet werden.
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