Babynahrung

Die Nahrung für einen Säugling ist eine ganz spezielle Kost, die der Diätverordnung unterliegt. Dies bedeutet, dass für die Babynahrung konkrete Mengen an Mineralstoffen, Vitaminen, Fetten, Eiweißen und auch Kohlenhydraten in einem bestimmten Mindestmaß vorhanden sein müssen. Darüber hinaus sollte die Nahrung eines Babys ohne die Verwendung von Gewürzen, Zucker, Salz, sowie Konservierungs- und Farbstoffen hergestellt werden.

Hersteller von Säuglingsnahrung müssen sich somit an die Verordnung halten. Aus diesem Grund wird Bio- Breinahrung aus Getreide mit künstlich hergestelltem Vitamin B 1 aufgewertet, um den vorgegeben Werten entsprechen zu können.


Für die Entwicklung des neugeborenen Kindes ist jedoch in den sechs ersten Monaten nach der Geburt das Stillen nach wie vor die beste Ernährung. Dies bedeutet insbesondere, dass der Säugling in der Zeit kurz nach der Geburt nur die Muttermilch zum Trinken erhält, ohne dass in irgendeiner Weise “zugefüttert” wird. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn die Mutter genügend Milch zur Verfügung hat und das Kind allgemein gesund und kräftig ist. Das Zufüttern wird in der Zeit der so genannten “Beikostbereitschaft” zwischen dem vierten und sechstem Lebensmonat nötig, bei allergiegefährdeten Kindern allerdings erst ab dem siebten Monat.

Das Stillen mit der Muttermilch ist zunächst die beste Ernährung für das Kind, da es nicht nur mit Nährstoffen versorgt wird, sondern auch mit den Antikörpern der Mutter. Hierdurch erhält das Baby einen ganz natürlichen Schutz gegen diverse Erkrankungen, auch wenn sein eigenes Immunsystem noch nicht entwickelt ist. Aus diesen Gründen ist eine Ernährung mit Muttermilchersatz nicht optimal, obwohl man versucht, die Bestandteile an die natürliche Milch der Mutter anzugleichen.


Spätestens nach dem siebten Lebensmonat bekommt das Baby dann die so bezeichnete Beikost. Zunächst wird die Nahrung durch zu Brei verarbeitetes Gemüse, Obst und auch Fleisch ergänzt. Diese Breis kann man kostengünstig selbst herstellen oder als Babynahrung in Gläschen kaufen. Die führenden Hersteller von Säuglingsnahrung verfügen über ein großes Sortiment, bei dem die Nahrung genauestens auf die Bedürfnisse des Kindes im jeweiligen Lebensalter abgestimmt ist. In der Regel enthalten diese “Fertiggerichte” jedoch Zuckerzusätze, die den Ansätzen der Zähne schaden können und eventuell auch zu Übergewicht führen können. Es empfiehlt sich somit, die Breisorten selbst herzustellen, um sich über die Inhaltsstoffe im Klaren zu sein. Zu Beginn können zunächst Breie aus Gemüsen wie beispielsweise Karotte oder Kürbis gegeben werden. Bei guter Verträglichkeit sollte das jeweilige Gemüse auch weiterhin gegeben werden. Fleisch wird zunächst eher schlecht vertragen, da das Verdauungssystem noch nicht so ausgebaut ist und sollte von daher erst später hinzugefügt werden. Auch Brei aus Obst wie vorher gedünstetem Apfel wird in der Regel gut vertragen und kann später auch mit Getreide aufgewertet werden.

Ab dem ersten Lebensjahr kann die Ernährung, je nach Verträglichkeit des Kindes, langsam an die der Eltern angeglichen werden, obwohl die Würzung der Speisen zunächst noch schonend ausfallen sollte.

1 Kommentar zu “Babynahrung”

  1. Sandra Barrenscheen sagt:

    Auch wenn das Stillen des Kindes das Beste ist, ob nun vom ernährungswissenschaftlichen oder emotionalen Standpunkt aus betrachtet, so ist es nicht immer möglich.
    Die Produktion der Babynahrung ist somit notwendig und stellt viele schwierige Anforderungen an die Hersteller, wie einerseits das Vermeiden oder andererseits das künstliche Zuführen von Stoffen, welche zur ausgewogenen und gesunden Nahrung gehören. Doch haben die Produkte Grenzen und es gilt sich zusätzlich vor so genannten „schwarzen Schafen“ der Produktionsbranche ihn Acht zu nehmen, welche sich nicht ausschließlich am gesundheitlichen Wohl des Kindes orientieren.
    Um das Kind vor Inhaltsstoffen zu schützen und auf die individuellen Bedürfnisse, wie die Verträglichkeit von Zutaten oder die Vorlieben des Geschmacks des Kindes, einzugehen, ist eine eigene Breiherstellung nötig. Nur so können die Eltern sicher sein, was ihr Kind wirklich zu sich nimmt.
    Auch die körperliche Entwicklung kann berücksichtigt werden. Wie groß bzw. klein die Stücke im Brei sein sollten, kann dem Verdauungstrakt des Kindes angepasst werden, wenn genau beobachtet wird, wie sich das Kind bei der Nahrungsaufnahme verhält.
    Der Mehraufwand ist besonders bei Kindern von Vorteil, welche zu Allergien und Unverträglichkeiten neigen oder welche nicht so recht essen wollen, da sie als „Feinschmecker“ geboren und Gläschen einfach zu „normal“ finden.

Einen Kommentar schreiben