Fallen für Jugendliche im Internet
Das Internet ist besonders für junge Leute sehr interessant. Ob Onlinespiele oder Chatrooms, Hausaufgabenhilfe oder Kommunikation per Messenger, Gründe für die Nutzung des Internets gibt es massenhaft. Doch neben den positiven Effekten birgt das Netz viele Fallen, die besonders bei Jugendlichen schnell zuschnappen. Ein großes, finanzielles Risiko birgt die Nutzung einiger Internetdienste, wie beispielsweise Downloads von Musik, Downloads von Klingeltönen oder andere, kostenpflichtige Seiten. Meist sind es nur wenige Klicks, mit denen ein Jugendlicher unbemerkt einen kostenpflichtigen Vertrag eingeht. Zwar sind diese Verträge nicht rechtsgültig, solange das Kind noch minderjährig ist, nicht selten müssen allerdings die Eltern haften. Daher sollten Eltern ihre Kinder dazu anleiten, bei einem Service immer zuerst auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu achten.
Ein weiteres, großes Risiko sind Bekanntschaften die über das Internet geschlossen werden. Viele User treffen sich in Chaträumen, um sich mit gleichaltrigen zu unterhalten und auszutauschen. Da solche Chats jedoch jedem Internetnutzer Zugriff gewähren, können hinter einem Nicknamen auch Erwachsene mit unlauteren Absichten stecken. Nicht selten lernen Sexualstraftäter ihre Opfer in einem Chatraum kennen. Beim zwanglosen Gespräch stellen die Täter gezielte Fragen, die ihm Informationen über das Opfer geben. Viele Jugendliche schätzen die Gefahr nicht richtig ein, da ihnen die Anonymität eine Art Schutz vorspielt. Sexualstraftäter wissen jedoch genau, wie sie an ihr Opfer herankommen. Kritisch wird es, wenn das Kind eine Person aus dem Internet kennenlernen möchte. Eltern sollten auf jeden Fall verhindern, dass ihr Kind ein Treffen an einem unbekannten Ort vereinbart, da niemand wissen kann wer zum Treffpunkt erscheint. Generell sollte ein Treffen niemals stattfinden, wenn die Kinder und auch die Eltern untereinander keinen telefonischen Kontakt vorab hatten. Denn wenn ein Chatpartner auf ein Telefonat verzichten möchte, aber Interesse an einem Treffen signalisiert, versteckt sich nicht selten eine ganz andere Person hinter dem Nicknamen.
Ein weiteres Risiko bieten generell sexuelle Inhalte. Im Internet sind für jeden Nutzer pornografische Darstellungen einsehbar. Um Jugendliche nicht damit zu konfrontieren, können Eltern einige Seiten im Internet sperren lassen, so dass diese nicht aufgerufen werden können.