Sexuelle Belästigung von Kindern
Durch Familienangehörige oder auch Fremde werden unsere Kinder sexuell belästigt. Nicht jedes Kind darf behütet und beschützt vor der Welt der Erwachsenen aufwachsen. Es existiert ja schließlich sogar der so genannte Babystrich. Doch werden Kinder nicht immer gleich zur Prostitution gezwungen, um von sexueller Belästigung oder Misshandlung von Kindern zu sprechen. Schon erregte Blicke, Gesten oder Sprüche im Bezug auf unseren Nachwuchs kann man als sexuelle Belästigung definieren. Doch können Kinder diese nicht immer als solches deuten. Sie fühlen sich nur unwohl in dieser Situation. Um als Eltern solche Handlungen bzw. solches Verhalten erwachsener Personen zu identifizieren oder die Reaktion seines Kindes zu deuten, gehört schon etwas Geduld und Vertrauen. Außerdem muss ein kritischer Blick diesbezüglich bestehen, um so eine Situation überhaupt zu entlarven oder erkennen. Nur in welcher Form fällt die Reaktion auf eine erkannte sexuelle Belästigung aus? Welche Faktoren spielen eine Rolle? Der Charakter, die Persönlichkeit, Art der Konfliktbewältigung und die Tagesform können ausschlaggebend dafür sein, wie der “Täter” aus der Situation gelangt.
Würde man einen Menschen fragen, weshalb er einem Kind nachstellt, würde er höchstwahrscheinlich oftmals erschrocken zurückschrecken und das ganze abstreiten. Viele Kinder, speziell kleine Mädchen, werden von ihren Eltern gekleidet, wie kleine Models, wodurch ihr wirkliches Alter nicht zu erkennen ist. Klar, sehen die Kleinen sehr hübsch in ihren Dresses aus, doch ist die Gefahr groß, dass diese an die falschen Menschen geraten. Die Kinder können sich nicht dagegen wehren und wissen nicht einmal, weshalb in dieser bestimmten Art und Weise auf sie reagiert wird. Sie sehen sexy und reif aus, auch wenn sie es noch lange nicht sind. Mit kurzen Rocken, hohen Schuhen und bauchfreien Oberteilen stolzieren manche kleinen Menschen durch die Welt. Die Phantasie mancher Erwachsener geht dann mit ihnen durch. Die Kindheit wird dadurch zerstört.
Andererseits werden unsere Kinder immer früher reif. Nicht unbedingt psychisch aber physisch alle mal. Sie entwickeln sich körperlich schneller zur Frau, als seelisch und geistlich. Dieses besonders in der Pubertät bestehende Phänomen kann die Kinder an sich schon überfordern. Durch abnormes Verhalten der Umwelt auf diese Situation, entsteht eine scheinbar unüberwältigende Aufgabe für die Kindheit unserer Zeit. Die Phase der Kindheit verkürzt sich und somit auch die Schutzphase, in der sie sich in der Lebensphase befinden.
Manche Kinder scheinen es sogar auf dieses Verhalten abzuzielen. Sie finden es aufregend im Mittelpunkt zu stehen. Gerade Kinder, welche zuhause nicht die nötige Aufmerksamkeit bekommen. Kleine Mädchen takeln sich auf, um erwachsenen Männern den Kopf zu verdrehen. Doch wissen sie nicht, was dieses Verhalten für Auswirkungen haben kann. Die Folgen sind sexuelle Belästigung und Misshandlung im schlimmsten Fall. Das ist nicht das Ziel der Kinder. Für sie ist es nur ein Spiel. Die Gefahr erkennen sie nicht. Unsere Kinder müssen diesbezüglich aufgeklärt werden. Auch wenn es traurig ist, dass unsere Kinder überhaupt vor so etwas gewarnt werden müssen. Hat sich die Gesellschaft im Bezug auf die sexuelle Belästigung von Kindern verändert? Hat die Anzahl des Tatbestands wirklich zugenommen? Oder ist das nur der empfundene oder vermittelte Eindruck? Handelt es sich um eine Fokusverschiebung?
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